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Vogelpfad Carlsfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vogelpfad Carlsfeld

Das Rotkehlchen

Rotkehlchen

Foto: Jan Gläßer, Grießbach

Größe: 13-14 cm
Aussehen: Orangerote Kehle, Oberseite olivbraun, Unterseite hellolivbraun
Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, Schnecken, Früchte, Samen
Lebensraum: Laub-, Misch- und Nadelwälder, Hecken, Gebüsch, Unterholz
Brutzeit: März-August (2-3 Jahresbruten)
Eier: 5-7
Zugverhalten: Teilzieher und Standvogel

„Alle Architekten oder Künstler dieser Welt können eben kein Werk schaffen, das der Harmonie eines Erlenbusches oder des Rotkehlchenliedes nahekommt. Ja und selbst wenn es ihnen gelänge, ein Stück Natur in künstlicher Vollkommenheit nachzugestalten, so bliebe das Gebilde immer noch tot! Erst wenn wir wieder begreifen lernen, daß zwar Atomkraftwerke und Flugzeuge, aber kein Gänseblümchen machbar ist, beginnen wir uns wieder sinnvoll und bescheiden in jenen Rang einzuordnen, der uns Menschen zusteht.“  
Hubert Weinzierl, „Wo alle Wege enden“

„Es gibt noch immer Menschen, die spazieren gehen. Ich gehöre dazu. Wie andere auch habe ich in der Natur stets etwas gesucht, was meine Seele (Entschuldigung, ein altertümliches Wort) stets dringend gebraucht hat. Ich habe mit der Zeit eine Formulierung dafür gefunden. Ich habe dort draußen stets etwas ohne die Menschen gesucht. Etwas, was fernab von uns einfach so ist, wie es ist. Eine Welt, die sich gleich bleibt, im Winterfrost wie im Frühling, selbst wenn es sich nur um einen von Menschen verwalteten Kulturwald handelt. Aber der Ehrenpreis, der blüht, uns sei es in einem Stadtwald, ist da immerhin nicht hingepflanzt, und die Rotkehlchen werden auch nicht vom Forstmeister in den Wald gesetzt. Sie kommen von allein oder bleiben weg. Leider habe ich mich schon recht früh in meinem Leben an die Natur gehängt. Und sei es auch einfach nur, weil ich zu viel Eichendorff gelesen habe oder zu viel mit Mädchen durch Wälder gelaufen bin. Noch heute bin ich über jedes Rotkehlchen glücklich.“
Andreas Maier, ZEIT Feuilleton