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Vogelpfad Carlsfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vogelpfad Carlsfeld

Die Goldammer

Goldammer

Foto: Jan Gläßer, Grießbach

Größe: 16-17 cm
Aussehen:         
Männchen: leuchtend gelber Kopf, gelbe Unterseite mit rötlicher Brust,   bräunlich-graue Flügeldecken, Oberseite braun mit dunkleren Längsstreifen
Weibchen: grünbraune Färbung, gelbliche Kehle und Unterseite
Nahrung: Spinnen, Käfer, Larven, Heuschrecken, Körner
Lebensraum: offene Landschaften mit Feldgehölzen, Hecken und Büschen
Brutzeit: April-August (2-3 Jahresbruten)
Eier: 3-5
Zugverhalten: Standvogel

„Sie hat zuletzt vieles richtig gemacht, die Goldammer. Als Kind wähnte man sie bereits verschwunden. Sie galt als ‚Geweste‘. Man hörte sie nicht, wenn man über das ausgeräumte Land radelte, der Opa meinte, sie sei ‚fott‘ und der Onkel erklärte es einem. Es war die Flurbereinigung (nicht die napoleonische, versteht sich), die Zusammenlegung der Felder zu ergiebigen großflächigen Produktionseinheiten, samt Trockenlegung und Begradigung, der Beseitigung der Hecken und ertragsschwachen Ackerraine, die Neuvermessung der Welt nach den Maßeinheiten und Maßgaben einer agrarindustriellen Landwirtschaft, ja agrokapitalistischen Weltanschauung. Mit dem Bauern, den man noch aus Kinderbüchern kannte, machte sich auch der Bauernkanarie vom Acker. Er zog mit in den großen Trecks der Verstummenden und stillschweigend Verschwindenden, neben Kiebitz, Rebhuhn, Lerche, Weißstorch, Hamster, Hase und Karl dem Käfer.“
Jürgen Roth, Thomas Roth „Kritik der Vögel“