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Natur(a) im Erzgebirge

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Natur(a) im Erzgebirge

Das westliche Erzgebirge (ehemaliger Landkreis Aue-Schwarzenberg) im Detail

Schönheide

Schönheide

Naturbesonderheiten (Auswahl):

FFH-Gebiet „Bergwiesen um Schönheide und Stützengrün“
FFH-Gebiet "Oberes Zwickauer Muldetal"
Naturschutzgebiet "Moore südlich von Schönheide"
FND "Wiese an den Baumgärtelkiefern"
FND "Keilberg Moor"
LSG "Talsperre Eibenstock"
Der Knock
Kuhberg (siehe Stützengrün)

Geeignete Themenwege:

Themenweg 6: „Rund um den Knock bei Schönheide. Von Bäumen, Sträuchern, Wiesen und Mooren.“ (Startpunkt am Parkplatz am Rathaus von Schönheide)

Schönheide

Schönheide

Der Kern von Schönheide zieht sich über reichlich 4 Kilometer entlang eines tief eingesägten Seitentales der Zwickauer Mulde. Die zweiseitige Reihensiedlung geht auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. 1537 soll das erste Haus erbaut worden und 1563 sollen es schon 20 Hofstätten gewesen sein, die sich an den Ufern des Dorfbaches angesiedelt hatten. Vom Dorfbach sieht man heute nicht mehr viel, er ist schon geraume Zeit weitgehend überbaut. Auch die damalige Hufenflur ist kaum noch zu erkennen, denn viele Häuser und Fabriken wurden relativ schnell und planlos hinzugebaut, neue Ortsteile entstanden, der Ort entwickelte sich zügig zu einem florierenden Industrieort.

Der Knock / Bäume und Sträucher

Schönheide Knock

Den Knock kann man mit gutem Gewissen als den Hausberg von Schönheide bezeichnen. Er ist zwar mit seinen 725 Metern kein gewaltiger Berg, schnell ist man oben, aber er ist ein interessanter Berg. Er ist nur zum Teil bewaldet, hat im Gegensatz zu den meisten unserer Berge eher offenen Charakter und lässt deshalb wunderbare Ausblicke auf den Ort und seine nähere und weitere Umgebung zu. Aber was den Knock eigentlich so einmalig macht, ist der Bestand an wunderbaren Einzelbäumen, Baumreihen und Baumgruppen an seinen Hängen und in seiner Umgebung. Und dabei finden wir eine erstaunliche Vielfalt, ob Buche, Esche, Bergulme, Bergahorn, Spitzahorn oder Eberesche, fast die gesamte Palette der heimischen Baumarten treffen wir an. Sogar der bei uns eher seltenen Elsbeere mit ihren weißdornähnlichen Früchten begegnen wir. Eine Wanderung um den Knock (siehe Themenwege) ist deshalb zu allen Jahreszeiten eine Wohltat für Naturfreunde und Freunde der Bäume, ganz besonders im Herbst. Sozusagen von Tag zu Tag ändert sich dann das Bild der Landschaft und man kann ständig neue Entdeckungen machen. Man muss der Gemeinde und ihren Bewohnern, oder wer auch sonst noch dafür verantwortlich sein mag, ein großes Kompliment machen, denn nicht nur ältere Bäume bekommt man zu Gesicht, man hat auch reichlich für Nachwuchs gesorgt, der, wenn alles gut geht, auch den kommenden Generationen die Eigenart, Vielfalt und Schönheit von Bäumen vor Augen führen kann. Aber auch auf die kleineren Brüder, die Sträucher müssen wir nicht verzichten, als Hecken oder zwischen die Baumreihen eingestreut bereichern sie die Mannigfaltigkeit dieser Landschaft noch mehr.
Aber nicht nur die Gehölze machen den Gang um den Knock zum Vergnügen. Natürlich sind auch die Wiesen auf seinen Hängen und die Moor- und Waldbereiche etwas weiter südlich besuchenswert, zumal man auf dem Weg dorthin auf die zahlreichen „hölzernen Brüder“ nicht verzichten muss. Nicht ohne Grund stehen Teile dieser einmaligen Landschaft unter Naturschutz.

Schönheide am Knock

FFH-Gebiet „Bergwiesen bei Schönheide und Stützengrün“ / Naturschutzgebiet "Moore südlich von Schönheide"

Blick ins Muldetal bei Schönheide

Das FFH-Gebiet ist 134 Hektar groß und besteht aus sieben getrennten Teilbereichen, wobei vier Bereiche in Schönheide und drei in Stützengrün liegen. Im Gebiet kommen gefährdete Arten vor wie Arnika, Waldläusekraut, verschiedene Orchideen, Mondrautenfarn, Rundblättriger Sonnentau und Gemeines Fettkraut. 10 FFH-Lebensraumtypen wurden festgestellt. Die Wald- und Moorbereiche darunter sind relativ kleinflächig und befinden sich zum großen Teil in Schönheide.

NSG "Moore südlich Schönheide"

Im FFH-Gebiet liegt das 28 Hektar große Naturschutzgebiet „Moore südlich von Schönheide“, das Ende 2013 neu ausgewiesen worden ist. In dieses übernommen wurden die beiden Flächennaturdenkmale „Wiese an den Baumgärtelkiefern“ und „Keilberg Moor“. Im Bereich des NSG spielt der Schutz der noch vorhandenen Zwischenmoorreste und der naturnahen Waldbereiche eine wesentliche Rolle.
Beim FFH-Gebiet insgesamt aber geht es, wie der Name schon sagt, hauptsächlich um den Erhalt von wertvollen Grünlandkomplexen mit artenreichen Frisch-, Nass-, Bergwiesen und Borstgrasrasen im Umfeld der beiden Orte. Und dazu können wir auf dem Themenweg einen ausgezeichneten Einblick gewinnen.

FFH-Gebiet „Oberes Zwickauer Mulkdetal“

Der Oberlauf der Zwickauer Mulde ist zwischen den Talsperren Muldenberg und Eibenstock in weiten Teilen noch relativ unverbaut und naturnah und beherbergt eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Es überrascht also nicht, dass Teile davon unter europäischen Naturschutz gestellt wurden. Das FFH-Gebiet besteht aus mehreren Teilgebieten mit verschiedenen Lebensraumtypen: Talbereiche mit naturnahen Fließgewässerabschnitten, Grünländer verschiedener Ausprägung, Moorreste und naturnahe Waldbereiche. Es kommen zahlreiche gefährdete Pflanzenarten vor und die Vogelwelt ist beachtlich. Beispielsweise findet sich in der Nähe von Hammerbrücke eines der letzten Vorkommen des Wiesenpiepers im Vogtland, eines früheren Allerweltvogels, dessen Bestand bei uns in den letzten Jahrzehnten erschreckend zurückgegangen ist.

Webersberg

Schönheide Webersberg

Der Ortsteil Webersberg, gelegen im Nordwesten von Schönheiderhammer, zeichnet sich durch sehr naturnahe Wiesenbestände unterschiedlicher Ausprägung aus. Außerdem bieten sich bei einer Wanderung durch die dortige Ggend prächtige Sichten auf Neuheide mit dem Kuhberggebiet im Westen und auf Schönheide im Süden.

Blick auf Neuheide und Kuhnerg

Fuchsstein

Auf dem Fuchsstein bei Schönheide

Der Fuchsstein ist 722 m hoch und liegt zwischen Schönheide und Neuheide. Dort können wir einen sehr schönen Baumbestand bewundern und außerdem bieten sich vom Fuchsstein schöne Ausblicke auf das Umfeld, bis hin zum Auersberggebiet.

Blick vom Fuchsstein auf Schönheide

Neuheide

Neuheide

Neuheide ist ein Ortsteil von Schönheide und liegt zwischen Kuhberg und Fuchsstein idyllisch in einer Talsenke, die vom Filzbach (früher Kuhbach) entwässert wird. Es handelt sich umn eine sehr späte Ansiedlung, die auf Heinrich Günther, später Oberförster von Schönheide, zurückgeht, der im Jahre 1651 mitten im Wald ein Anwesen, ein sogenanntes "Viehhäusel", baute. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre der Ort. Die schöne Lage und die relative Ruhe machen den Ort heute zu einem attraktiven Wanderziel.