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Natur(a) im Erzgebirge

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Natur(a) im Erzgebirge

Das westliche Erzgebirge (ehemaliger Landkreis Aue-Schwarzenberg) im Detail

Raschau-Markersbach

Raschau-Markersbach

Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:
Raschau »
Markersbach »

Naturbesonderheiten (Auswahl):

FFH-Gebiet „Mittelgebirgslandschaft und Moore bei Elterlein"“
FFH-Gebiet "Pöhlwassertal und Wernitzbächel" (siehe Schwarzenberg)
Naturschutzgebiet "Hermannsdorfer Wiesen"
Flächennaturdenkmale am Almhof

Geeignete Themenwege:

Themenweg 15: „Zwischen Elterlein und Geyer. Von wertvollen Lebensräumen und deren Bewohnern.“

Raschau

Raschau streckt sich lang hin im Tal der Großen Mittweida dahin. Es ist wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert entstanden und wurde als typisches Waldhufendorf angelegt. 1240 wurde Kloster Grünhain Eigentümer des Dorfes, das mit 22 Hufen über eine erstaunlich große Flur verfügte. In Teilen ist die Hufenstruktur auch heute noch erkennbar, obwohl natürlich auch hier in den letzten Jahrzehnten die Bewirtschaftung der Feldflur auf großen Schlägen Einzug gehalten hat. Selbstredend haben auch der früh aufkommende Bergbau, Handwerk und Industrie, Wohnbausiedlungen usw. Spuren hinterlassen und den Ort verändert und erweitert.

Markersbach

Auch bei Markersbach handelt es sich um ein Waldhufendorf, das in etwa zur gleichen Zeit besiedelt wurde wie Raschau. Allerdings stand den Markersbacher Erstsiedlern am von Scheibenberg herabkommenden Markersbach nicht ein solch stattlicher Talgrund zur Verfügung wie im Tal der Großen Mittweida bei Mittweida, neben Unterscheibe ein Ortstail von Markersbach, und Raschau.

FFH-Gebiet "Mittelgebirgslandschaft und Moore bei Elterlein" / Naturschutzgebiet "Hermannsdorfer Wiesen"

Schwarzer Teich Elterlein

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag, streift dieses äußerst interessante und wertvolle FFH-Gebiet im Südwesten die Gemarkung von Raschau-Merkersbach.
Das FFH-Gebiet ist 407 Hektar groß und besteht aus zwei Teilen: Hermannsdorfer Wiesen / Scheibenberger Teiche und Lohenbachtal bei Tannenberg. Es handelt sich um ein sehr vielfältiges Gebiet, in dem 13 FFH-Lebensraumtypen festgestellt werden konnten, die von gut ausgeprägten Borstgrasrasen und Bergwiesen über Nieder- und Zwischenmoore, Birken- und Fichtenmoorwälder bis zu den montanen Fichtenwäldern reichen. Eine wichtige Funktion haben auch die naturnahen Stillgewässer wie der Schwarze Teich, das größte Laichgebiet für Erdkröte und Grasfrosch im Raum Annaberg, und die vielen gut erhaltenen Bäche und deren Zuflüsse, die ein verbindendes Element zwischen den verschiedenen Lebensräumen darstellen: das Heuschuppenbächel, der Lohenbach, der Wolfersbach, der Steingraben und die Rote Pfütze.
Im Gebiet leben sogar 4 Arten, die nach Anhang II der FFH-Richtlinie besonders geschützt sind: das Firnisglänzende Sichelmoos; die Große Moosjungfer, die allerdings verschollen ist; das Bachneunauge und die Groppe. Aber auch viele weitere vom  Aussterben bedrohte oder gefährdete Arten gibt es wie verschiedene Torfmoose, Orchideen, Rundblättriger Sonnentau, Arnika, Kreuzotter, Hochmoorgelbling, verschiedene Libellenarten usw. Und natürlich nutzen auch viele Vögel das Gebiet als Lebensraum oder beim Durchzug, auf die wir weiter unten noch etwas näher eingehen werden.
Im FFH-Gebiet befinden sich 3 Naturschutzgebiete: das NSG „Lohenbachtal“, ein mitten im Wald gelegener, schwer zugänglicher Grünlandkomplex entlang eines Zuflusses des Lohenbachs, der mitsamt einiger der umliegenden Wälder unter Schutz steht, wobei es besonders um den Erhalt der wertvollen Bergwiesen geht; das NSG „Moor an der Roten Pfütze“, ein weitgehend abgetorftes ehemaliges Hochmoor, das man wieder zu vernässen versucht.
Flächenmäßig und vom Wert her am bedeutendsten aber ist das 185 Hektar große NSG „Hermannsdorfer Wiesen“, das 1967 unter Schutz gestellt und 2007 erweitert wurde. Die Schutzbemühungen reichen aber weit länger zurück, schon früh hatte man dessen Einmaligkeit erkannt und schon seit 1914 kaufte der Verein Sächsischer Heimatschutz Flächen im heutigen NSG auf. Und auch heute noch kann man das Gebiet guten Gewissens als einmalig bezeichnen, bestimmte Lebensräume sind von landesweiter Bedeutung, beispielsweise die Rauschbeerheiden, die Borstgrasrasen und die Birken-Moorwälder.

NSG Hermannsdorfer Wiesen

Vogelschutzgebiet "Geyersche Platte"

Vogelschutzgebiet Geyersche Platte

Das Gebiet ist 2769 Hektar groß, wird im Norden von der S260 zwischen Zwönitz und Geyer begrenzt und umfasst fast die gesamte Hochebene zwischen den Orten Zwönitz, Geyer, Elterlein, Hermannsdorf, Markersbach, Schwarzbach, Scheibenberg und Schlettau. Der Waldanteil (meist Fichtenforste) ist besonders im nördlichen Teil hoch, es finden sich aber auch Zwischenmoore, Versumpfungsbereiche, viele Quellen, naturnahe Gebirgsbäche und Teiche, Wiesen und Weiden unterschiedlichen Charakters, Ackerflächen, verschiedene Kleinstrukturen wie Hecken und Gebüsche, Baumreihen, bachbegleitende Gehölze usw. Daraus wird unschwer deutlich, dass eine sehr mannigfaltige Vogelwelt Lebens- und Nahrungsmöglichkeiten findet. Unter anderem dient das Gebiet dem Schutz folgender Arten: Grauspecht, Schwarzspecht, Rauhfußkauz, Sperlingskauz, Schwarzstorch, Rotmilan, Kiebitz, Bekassine, Raubwürger, Neuntöter. Erwähnenswert sind auch das gelegentliche Auftreten des Wachtelkönigs und die Nutzung des Schwarzen Teiches durch verschiedene Wat- und Wasservögel beim Durchzug.

Bläßhuhn