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Natur(a) erfahren im Erzgebirge

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Teil 1: Das Erzgebirge als Landschaft / Einleitung »

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Der Pöhlberg »

Pflanzen und Tiere »

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Teil 2: Natur(a) erfahren im Erzgebirge / Einleitung »

Pflanzen und Tiere »

Ausklang »

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natur(a) erfahren im Erzgebirge

Teil 2: Natur(a) erfahren im Erzgebirge

Pflanzen und Tiere

BlaumeiseTurnende Blaumeise / Foto: Jan Gläßer, Grießbach

Den Abschluss dieses Reigens von Zitaten über Naturerfahrungen machen wir mit einigen unserer Mitbewohner aus der Pflanzen- und Tierwelt, die uns ähnlicher und näher sind als wir gemeinhin glauben. Kommentare können wir uns ersparen, die Worte sprechen für sich und bilden einen schönen Ausklang. Sie zeugen von tiefer Einfühlsamkeit und einer engen Verbundenheit mit unseren Mitgeschöpfen, eine Einstellung, um die wir uns alle bemühen sollten.

„Vielleicht aber lernen wir von den Wilden, wie wir sie nennen, von den Primitiven, wie wir sagen, heute allmählich das Staunen wieder, das wir so sehr verlernt haben. Das Staunen zum Beispiel über die unermeßliche Phantasie des Schöpfers, über die unendliche Vielfalt der Gräser, der Blumen, der Käfer, der Muscheln oder der Schneckenhäuser, Staunen darüber, wie kein Gras dem anderen gleich ist, keine Schneeflocke der anderen. Wir haben an die Stelle des Staunens unsere Kenntnis gesetzt und wundern uns, daß die Welt nicht mehr zu uns spricht und die Freude, von der das indianische Gebet spricht, sich nicht einstellen will. Daß in unserem Land die Schwermut überhand nimmt, der Überdruß und die Lustlosigkeit.

Löwenzahn mit Besucher

Löwenzahn mit Besucher

Vielleicht lernen wir doch das Schweigen wieder, auch das innerliche. Vielleicht können wir noch einmal lernen, ehe es zu spät ist, auf ein lautloses Wort zu hören und ihm zu antworten oder nicht Sichtbares wahrzunehmen und es als inneres Bild wiederzufinden. Vielleicht gewinnen wir sie wieder, die Kunst, in einem einfachen Ding mehr zu sehen als das einfache Ding, in einem Stein mehr als den Stein, in einem Blatt mehr als das Blatt oder in einem Menschen mehr als nur den Menschen und also in unserer Welt mehr als nur die Welt der Sinne.“
Jörg Zink, „Kostbare Erde“

„Mit jedem Blatt und jeder Knospe unterhalte ich mich; und bei jeder entschuldige ich mich, weil ich ihren Vornamen nicht kenne.”
Günter Anders (1902-1992)

Golddistel

Golddistel

„Pflanzen sind wirklich mehr, als sie uns scheinen. Pflanzen sind Vermittler zwischen der dunklen feuchten Erde und der lichten Himmelswelt, zwischen dem unbelebten Mineral- und dem beseelten Tierreich. Sie sind ‚sinnliche-übersinnliche‘ Wesen. Sie stehen mit einem Fuß in der jenseitigen, mit dem anderen in der hiesigen Welt, und vermitteln zwischen beiden. Sie sind heile Wesen. Und weil sie heil sind, können sie auch uns heilen, unsere leidenden Leiber wie auch unsere verwundeten Seelen.
Dem Pflanzenwesen kommt man vor allem durch das Tor der Sinne näher. Genaues Hinsehen, Hineinsehen, mit der Seele sehen, bis das Sehen zum Schauen geworden ist – das ist eine Voraussetzung der Annäherung. Ein Fotoapparat kann dabei dem liebenden Sehen einen Fokus geben und das Geschaute an andere weitervermitteln.“
Wolf-Dieter Storl, „Die Seele der Pflanzen“

Arnika
Arnika