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Natur(a) erfahren im Erzgebirge

Einklang »

Einleitung »

Erläuterungen »

Teil 1: Das Erzgebirge als Landschaft / Einleitung »

Berge »

Der Pöhlberg »

Pflanzen und Tiere »

Gimpel »

Teil 2: Natur(a) erfahren im Erzgebirge / Einleitung »

Pflanzen und Tiere »

Ausklang »

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natur(a) erfahren im Erzgebirge

Erläuterungen

Die Broschüre gliedert sich in zwei Teile. Zuerst stellen wir Ihnen wesentliche Bestandteile der Landschaft Erzgebirge vor und erzählen Ihnen einiges über ihre Geschichte. Dabei haben wir uns tatkräftige Unterstützung bei Männern geholt - es sind kurioserweise ausschließlich Männer, wieso auch immer -, die Natur und Landschaft mit Worten beschrieben oder fotografiert haben. Dadurch wird es uns glücklicherweise heute möglich, einen Blick in die Landschaftsgeschichte des Erzgebirges zu werfen, auch wenn für bestimmte Zeiten die Quellen nur spärlich sprudeln. An vielen Stellen schlagen wir natürlich auch die Brücke in die heutige Zeit, die wir in Bild und/oder Wort dem früheren Zustand gegenüberstellen. Der beste Vergleich entsteht jedoch durch den eigenen Besuch der beschriebenen Landschaften, der durch nichts zu ersetzen ist.

Bei der Feldarbeit in Albernau früher / Foto: Christoph Georgi, Schneeberg

Feldarbeit früher in Albernau

Wir wollen und können hier selbstverständlich kein bis ins letzte Detail ausgearbeitetes realistisches Bild der erzgebirgischen Landschaft und ihrer Geschichte liefern. Die folgenden Ausführungen werden Sie vielleicht eher an ein impressionistisches Gemälde erinnern, eine Aneinanderreihung von farbigen Klecksen, bei dessen Betrachtung man viel Phantasie braucht. Wir hoffen, dass uns am Ende trotzdem ein einigermaßen erkennbares, treffendes, ansehnliches und brauchbares Bild dieses einzigartigen Mittelgebirges gelungen ist. Dabei wird fast ausschließlich das sächsische Erzgebirge behandelt, bis auf wenige unbedingt notwendige Anmerkungen bei der Beschreibung des Naturraums Erzgebirge und bei der Beschreibung von Gegebenheiten unmittelbar im Grenzraum. Uns ist natürlich bewusst, dass man auch von Süden her auf das Erzgebirge geblickt haben und den Südabsturz erwandert haben muss, wenn man das Gebirge wirklich kennenlernen will. Denn der Unterschied zur Nordabdachung könnte größer kaum sein. Außerdem bilden sächsischer und böhmischer Teil selbstredend einen einheitlichen Naturraum und Pflanzen und Tiere kennen bekanntlich keine Grenzen. Die Ursache für die Beschränkung auf den sächsischen Teil liegt darin begründet, dass diese Broschüre im Rahmen eines Projektes entstanden ist, das durch ein Förderprogramm zur Öffentlichkeitsarbeit des Freistaates Sachsen möglich wurde und ist somit nichts weiter als eine Konsequenz aus den Förderbedingungen. Dieser Tatbestand hat sich aber im Laufe der Arbeit an der Broschüre nicht als besonders nachteilig herausgestellt, denn das Erzgebirge ist schon auf sächsischer Seite dermaßen interessant und facettenreich, dass sich gut mehrere Broschüren füllen ließen.
Zur näheren Information über das böhmische Erzgebirge verweisen wir auf unsere Veröffentlichungen mit den Titeln „Natur grenzenlos“ und „Wälder, Moore und ‚wilde‘ Hühner“ aus einem früheren grenzübergreifenden Projekt sowie die mittlerweile recht zahlreichen Veröffentlichungen des Prager Kulturwissenschaftlers Petr Miksicek (siehe Literaturverzeichnis). Selbstverständlich gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich in Wort und Bild genauer zu informieren.
Schon im ersten Teil des Buches finden sich vor allem durch die zitierten Literaturpassagen viele anschauliche Beispiele, wie man speziell die Natur und Landschaft des Erzgebirges früher und heute wahrgenommen hat. Dabei treten erstaunlich viele Sicht- und Betrachtungsweisen ans Tageslicht. Wir machen damit also auch eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Naturwahrnehmung und der Naturschilderung unseres Gebirges.

Sonnenuntergang

Im zweiten Teil des Buches wird das Thema Naturerfahrung noch etwas vertieft und zwar weit über das Erzgebirge hinaus. Vor allem der künstlerische ästhetische Aspekt wird verstärkt in Betracht gezogen. Dabei stehen besonders beeindruckende Beispiele vor allem aus Literatur und Kunst im Mittelpunkt, die uns zeigen, wie man bestimmte Landschaften, beispielsweise Moore oder Wälder oder auch Tiere und Pflanzen sehen, erleben und erfahren kann und welche Voraussetzungen aus unserer Sicht gegeben sein müssen, wenn man mit der Natur in „nähere Verbindung“ treten will. Auch dort finden sich natürlich erstaunlich viele individuelle Unterschiede, die die Angelegenheit erst so richtig interessant machen. Einen Königsweg mit Erfolgsgarantie gibt es dazu nicht. Deutlich wird aber, dass wir im Erzgebirge auch heute noch durchaus gute Voraussetzungen vorfinden, um eindrucksvolle und bleibende Naturerfahrungen sammeln zu können. Es müssen nicht immer Hochgebirge oder Meere sein, die bleibende Eindrücke hinterlassen.

Ergänzend listen wir verschiedene Einrichtungen auf, die sich mit Natur- und Umweltbildung beschäftigen und dazu zahlreiche Angebote machen. Anschließend führen wir noch einige Beispiele aus der mittlerweile unüberblickbaren Palette der Naturlehr- und Naturerlebnispfade an, die es im Erzgebirge gibt.