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Natur(a) im Erzgebirge

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Natur(a) im Erzgebirge

Das westliche Erzgebirge (ehemaliger Landkreis Aue-Schwarzenberg) im Detail

Lauter-Bernsbach

Lauter-Bernsbach

Zur Stadt Lauter-Bernsbach gehören folgende Ortsteile:
Lauter »
Bernsbach »

Naturbesonderheiten (Auswahl):

FFH-Gebiet "Schwarzwassertal und Burkhardtswald"
FFH-Gebiet „Griesbachgebiet“
FFH-Gebiet "Kuttenbach, Moosheide und Vordere Aue"
FFH-Gebiet "Muldetal bei Aue" (siehe Aue)
Naturschutzgebiet „Conradswiese“
Naturschutzgebiet "Kuttenbach"
Flächennaturdenkmal „Ochsenwiese“ (siehe Schwarzenberg)
Naturdenkmal „Neunstämmige Buche“ (siehe Schwarzenberg)
Spiegelwald (siehe Grünhain-Beierfeld)
Griesbach

Geeignete Themenwege:

Themenweg 14: „Zwischen Lauter und Schwarzenberg. Von Wäldern, Wiesen und naturnahen Bächen.“ (Startpunkt am Parkplatz an der Auffahrt zur Morgenleithe)

Lauter

Lauter

Lauter liegt zum wesentlichen Teil in einer Mulde einer südwestlich des Schwarzwassertales ansteigenden Hochfläche. Das Dorf Lauter, seit 1962 Stadt, gehört zu den ältesten Dorfgründungen der Gegend, allerdings liegen darüber keine schriftlichen Äußerungen vor. Erstmals 1460 wird es als Lawther von Zwickauer Mönchen genannt. Lauter entstand als Waldhufendorf entlang der Dorfbäche, die von den Höhen im Südwesten dem Schwarzwasser zuflossen. Außerdem rodeten die Lauterer Räume wie den am Conradswiesenbach. 1568 gab es bereits 69 solcher gerodeter Waldstücke. Vom ursprünglichen Dorf und dessen Hufenstruktur ist heute nicht mehr viel erkennbar. Vor allem die nach 1870 einsetzende Industrialisierung führte zu einer Vielzahl von Fabrik- und Wohngebäuden. Lauter wuchs immer mehr die Hänge der umgebenden Berge hinauf.

Bernsbach

Bernsbach

Bernsbach liegt weithin sichtbar am Nordosthang des Schwarzwassertales. Es steigt steil hinauf von 385 m ü. NN bis 716 m ü. NN. Es entstand um 1200 als Waldhufendorf entlang des Bernsbacher Dorfbachs. Aber ähnlich wie in Lauter nahm der Ort eine rasante Entwicklung, die einer sehr starken Veränderung des Dorfbildes führte. Der Dorfkern wurde stark erweitert, Oberpfannenstiel eingemeindet, Nachsiedlungen im oberen Ortsteil fanden statt, usw.
Besonders hingewiesen werden muss noch auf die beeindruckenden Fernblicke, die man von verschiedenen Stellen im Oberdorf und natürlich auch vom Spiegelwal aus hat. Weite Teile des westlichen Erzgebirges lassen sich überblicken und die Bezeichnung "Balkon des Erzgebirges" hat ihre volle Berechtigung.

Blick von Bernsbach aus

FFH-Gebiet „Schwarzwassertal und Burkhardtswald“

Schwarzwasser bei Lauter

Das Gebiet wird geprägt durch stark bewaldete Talzüge mit naturnahen Fließgewässerabschnitten einschließlich ihrer Quellgebiete. Es ist 663 Hektar groß und setzt sich aus 4 Teilgebieten zusammen, dem Bereich am Schwarzwasser zwischen Breitenbrunn und Erla, dem Gebiet am Halsbach, Flächen nordwestlich des Magnetenberges und dem Burkhardtswald zwischen Lauter, Bernsbach und Aue.
Der Burkhardtswald ist ein größerer Waldkomplex, der vorwiegend aus Hainsimsen-Buchenwäldern besteht. Zu beiden Seiten des Schwarzwassers stockt der Wald an den steilen Hängen mit vielen eindrucksvollen Felsbildungen und lässt es bei einem Spaziergang nie langweilig werden.

Burkhardtswald

FFH-Gebiet "Griesbachgebiet" / Naturschutzgebiet "Conradswiese"

Griesbachgebiet Lauter

Das FFH-Gebiet „Griesbachgebiet“  stellt einen 175 Hektar großen, wertvollen und abwechslungsreichen Landschaftsausschnitt dar und besteht im Wesentlichen aus
den naturnahen Gewässersystemen des Griesbaches und des Ratsbaches und deren Umfeld. Wir finden Erlen-Eschenwälder, Hainsimsen-Buchenwälder, Flachland-Mähwiesen und  Berg-Mähwiesen mit teilweisen Übergängen zu Niedermooren und Nasswiesen. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen der Groppe. Im FFH-Gebiet befinden sich zwei Flächennaturdenkmale, das FND „Ochsenwiese“ und das FND „An der Griese“.

Conradswiese Lauter

NSG Conradswiese Lauter

Ein sehr wesentlicher Bestandteil des FFH-Gebietes ist das Naturschutzgebiet „Conradswiese“. Der Name führt erst einmal in die Irre, denn es handelt sich um ein reines Wald-Naturschutzgebiet von 39 ha in einer Höhenlage von 575 – 680 m ü NN. Es umschließt hufeisenförmig die eigentliche Conradswiese mit den Quellbereichen des Griesbaches, eine in den Wald hineinragende Rodung, ein sogenannter „Laßraum“, der vor allem zur Futtergewinnung angelegt wurde; eine in unserer Gegend durchaus nicht selten zu findende Form der „Landgewinnung“.
Im NSG wächst ein typischer hercynischer Bergmischwald heran, der weitgehend der Vegetation entspricht, die wir von Natur aus hier vorfinden würden. Buche, Fichte und Tanne, aber auch einige Trauben-Eichen bekommen wir zu Gesicht; Schwarzspecht, Grauspecht, Hohltaube, Raufußkauz, Zwergschnäpper und viele weitere Arten haben es sich wohnlich eingerichtet. Stehendes und liegendes Totholz bietet den darauf angewiesenen Totholzbewohnern attraktive Bedingungen.
Beim Waldbau im Gebiet sollen auch in Zukunft die Belange des Naturschutzes starke Berücksichtigung finden und wir dürfen gespannt sein, wie sich der Wald entwickeln wird.
Im Gebiet befindet sich das idyllisch gelegene Waldschulheim "Conradswiese", in dem viel für die Natur- und Umweltbildung unserer Kinder und Jugendlichen getan wir.

Waldschulheim Conradswiese

FFH-Gebiet "Kuttenbach, Moosheide und Vordere Aue" / Naturschutzgebiet "Kuttenbach"

Das FFH-Gebiet setzt sich, wie der Name schon verrät, aus drei Teilbereichen zusammen.
An dieser Stelle interessiert uns besonders das Kuttenbachgebiet zwischen Lößnitz und Bernsbach. Es wird maßgeblich geprägt von dem 50 Hektar großen NSG „Kuttenbach“ mit dem namengebenden naturnahen Mittelgebirgsbach, der im NSG entspringt und ihm mit naturnahen Uferbereichen, Hochstaudenfluren und Nasswiesen seinen Stempel aufdrückt. Äußerst wertvolle Frischwiesen, Bergwiesen, Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden kennzeichnen die Offenlandbereiche: den Bernsbacher Raum und die sogenannte Sonntagswiese. Und sie können sich sicher gut vorstellen, dass dort zur Blütezeit ein mannigfaltiges Insektenleben herrscht, Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge, Libellen etc. geben sich sozusagen die Klinke in die Hand und das nicht nur am Sonntag. Bei den Waldbereichen handelt es sich zumeist um monotone Fichtenforste, die aber langfristig in Bergmischwälder umgewandelt werden sollen.
Weiter gehören zum FFH-Gebiet die Moosheide nördlich von Grünhain und die Vordere Aue in der Feldflur zwischen Lenkersdorf und Dittersdorf.

Der Griesbach

Der Griesbach hat nicht ohne Grund dem oben beschriebenen FFH-Gebiet zwischen Lauter und Schwarzenberg bei der Namensgebung Pate gestanden. Er gehört zusammen mit dem Ratsbach und den anderen Zuflüssen zu den am besten erhaltenen Gewässersystemen in unserer Gegend. Er ist wirklich einen Besuch wert und man kann sich mit seiner Hilfe ein gutes Bild machen, wie ein naturnaher Bach auszusehen hat. Wir finden mit Erlen und Eschen bestandene Abschnitte und haben wunderbare Ausblicke in attraktive Wiesentäler. Sie sollten es nicht versäumen, an geeigneter Stelle Rast zu machen und das beruhigende Plätschern des Wassers möglichst lange zu genießen.
Dass die Welt im und am Griesbach noch weitgehend in Ordnung ist, zeigt uns ein etwa 12 bis 15 Zentimeter lang werdender, nachtaktiver Süßwasserfisch, den wir in kaum einem anderen unserer Bäche mehr finden: die Groppe. Sie kommt erfreulicherweise in drei getrennten Bereichen des Griesbaches noch vor. Die drei Populationen sind leider isoliert, weil verschiedene Hindernisse (Dämme, Wehre, Verrohrungen) den Kontakt untereinander verhindern. Die Groppe stellt sehr hohe Ansprüche an die Wasserqualität, gehört landes- und bundesweit zu den stark gefährdeten Arten und wurde wegen des Rückgangs ihrer Bestände in Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU aufgenommen, in der Arten von gemeinschaftlicher Bedeutung aufgeführt sind, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen.

Griesbach in Lauter