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Kindererlebnispfad Stützengrün

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindererlebnispfad Stützengrün

Tagaktive Tiere am Waldrand

Eichhörnchen

Eichhörnchen, Foto: Jan Gläßer, Grießbach

Tagsüber lassen sich mit etwas Glück und Geduld einige Tiere am Waldrand beobachten und hören. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Mäusebussard, Habicht, Turmfalke, Eichelhäher, Amsel, Meise, Buchfink, Eichhörnchen, Kreuzotter und Waldeidechse.

Viele Säugetiere des Waldes suchen am Waldrand nach Nahrung. Sie äsen auf den angrenzenden Wiesen, fressen Früchte, Schnecken und Würmer oder fangen Insekten. Sträucher und Baumhecken bieten Schutz und Überwinterungsquartiere. Deshalb ist es wichtig, den Waldrand arten- und strukturreich, sowie mit einem stufenlosen Übergang zu gestalten.

Auch Vögel halten sich gern am Waldrand auf. Dort jagen sie aus der Deckung heraus auf Lichtungen Kleinsäuger und andere Vögel oder suchen in Kräutern und Sträuchern nach Beeren und Samen. Außerdem finden hier vor allem Singvögel oft ideale Brutmöglichkeiten.

 

„Und es gibt im Wald meine Freude. Damit sie erblüht, muss ich keine empfindlichen Berühmtheiten wie Nonne oder Frauenschuh finden. Dafür reichen junge Eichhörnchen, die in einer Kiefer spielen. Sie leben in ihrer Welt, und sie wissen nicht, dass diese ein Ende hat.“ 
Kerstin Ekman, „Der Wald"

„Wenn nach langem in einer reinen Pflanzennatur da ein Tier auftaucht (ein Vogel, ein Eichhörnchen), hat dieses Tier etwas von einem Bruder, einem Menschenbruder, einem Bruder des betrachtenden Menschen.“
Peter Handke, aus Erika Burkart, „Grundwasserstrom"

„...die Jäger am Morgen am Ufer des Ohridsees, zu viert im Auto durch die Stille (‚reiche Stille‘ las ich gerade bei Hölderlin) rasend, dann plötzliches Bremsen, Büchsen sofort im Anschlag – ein Eichhörnchen, das noch ein paarmal aufspringt und dann schon im Kofferraum liegt,, Deckel zu (es springt im Inneren vielleicht noch einmal), dann gleich wieder das Ballern der Jäger, die ich dann, in hohen Gummistiefeln, beim gemeinsamen Wasserlassen sah, lange, lange, und die Stelle, wo das Eichhörnchen im Gras gelegen hatte, zeigte, einige Momente nur nach dem Todesschuß, keine Spur mehr von dem Tier, nichts als schmelzender Reif, kein Blut, kein Fellstück, nicht einmal ein Geruch mehr, einen Augenblick bloß nach dem Mord...“
Peter Handke, „Gestern unterwegs“

„Oft und oft stand ich lange zwischen den wunderbaren Bäumen mit ihren hohen, glatten Stämmen, den Buchen dieses Kalkgebirges, der Schwäbischen Alb, und stellte mir vor, ich sei eine von ihnen, die wie Säulen seit hundert Jahren stehen, vielleicht auch seit zweihundert. Die noch immer wachsen. Sie wachsen in ihr Wurzelwerk hinab und bauen es aus zu einer zweiten, tief in der Erde ruhenden Krone. Sie wachsen hinauf in ihren Stamm und immer höher in die Äste und Zweige. Wenn ich eine von ihnen bin, so empfand ich, dann bin ich dazu bestimmt zu wachsen. Überall hin. Wenn ich heute zurücksehe, so sehe ich mich wie ein Eichhörnchen sammeln. Eindrücke. Bilder. Begegnungen mit dem, was im Grund eines Waldes lebt. Freundliche, Vertrauen erweckende Stimmen. Bis heute zehre ich davon, wie dort, in meinen einsamen steilen Waldgärten, die Gewissheit allmählich heranwuchs, das Leben sei etwas, das bestanden werden könne.“
Jörg Zink (1922-2016), „Ufergedanken“

Buchfink

Buchfink, Foto: Jan Gläßer, Grießbach