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Kindererlebnispfad Stützengrün

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindererlebnispfad Stützengrün

Nachtaktive Tiere am Waldrand

Haselmaus

Haselmaus, Foto: Jan Gläßer, Grießbach

Selten hält man sich Im Dunkeln im Wald auf. Es beschleicht einen ein nulmiges Gefühl, wenn es im Unterholz knackt und man nicht so recht weiß, was sich dahinter verbirgt. Für viele Wildtiere ist die Nacht der eigentliche „Tag". Baummarder, Fuchs, Dachs, Wildschwein, Luchs, Wildkatze und Haselmaus gehen dann auf Nahrungssuche. Eulen wie der Uhu und der Waldhauz jagen Kleinsäuger, Fledermäuse haschen nach Insekten.

Die Augen der Nachttiere sind an wenig Licht angepasst, darüber hinaus orientieren sich nachtaktive Tiere verstärkt über Gerüche und Geräusche. Zudem besitzen sie lange Tasthaare.

„Der Blick in die großen Augen des Waldkauzes, das Versenken in die Ausdrucksmacht dieses Kopfes, dieses Hauptes, mahnt uns daran, was das höhere Tierleben bedeutet. Hier blickt uns ein Wesen an, das sein eigenes Welterleben hat, das Raum und Zeit nach eigenem Artgesetz erlebt. Allem nachzuspüren, was von dieser Innerlichkeit zeugt, von der Struktur des Nervensystems und der Sinnesorgane bis zur Eigenart des Verhaltens, ist eine der großen Aufgaben der zoologischen Arbeit.“
Adolf Portmann (1897-1982), „Biologie und Geist“

„Kleiner Bruder. Am Vormittag hatte es geregnet. Noch verdüsterte tiefes Gewölk das Waldinnere, wo das goldflaumige Junglaub, das bei sonnigem Himmel die Bäume zum Blühen bringt, jene lichte Dämmerung bewirkte, die wir registrieren als Anbruch des Waldfrühlings.
Im Gehen auf dem Weg längs des Waldrands fiel mir ein Aststumpf auf, dessen oberes Ende sich bewegte. Innehaltend erkannte ich in dem geisterhaften Astende – rindengrauer Kegel mit Kugelkopf – einen Vogel. ‚Ein Waldkauz.‘ Auch Ernst stand nun still. Es war der zweite Waldkauz, dem ich in meinem Leben begegnet bin.
Der Kauz schlief; in seinem greisen Gnomengesicht waren die runden Augen geschlossen, während er, durch den Schlaf hindurch, auf geheime Geräusche zu lauschen schien, was sich in den knappen, instinktiv auf Orientierung ausgerichteten somnambulen Drehungen des Kopfes kundtat. Der Graue sah aus wie einer, dem ein Rätsel gestellt wird, das im Traum fragmentarisch und im Wachen nie gelöst werden wird.“
Erika Burkart (1922-2010), „Grundwasserstrom"

Waldkauz

Waldkauz, Foto: Jan Gläßer, Grießbach