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Natur(a) im Erzgebirge

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Natur(a) im Erzgebirge

Das westliche Erzgebirge (ehemaliger Landkreis Aue-Schwarzenberg) im Detail

Breitenbrunn

Breitenbrunn

Zur Gemeinde Breitenbrunn gehören neben dem Hauptort selbst folgende Ortsteile:
Antonsthal / Antonshöhe »
Erlabrunn / Steinheidel »
Rittersgrün / Tellerhäuser »

Naturbesonderheiten (Auswahl):

FFH-Gebiet „Wiesen um Halbmeil und Breitenbrunn“
FFH-Gebiet "Schwarzwassertal und Burkhardtswald" (siehe Schwarzenberg)
FFH-Gebiet "Pöhlwassertal und Wernitzbächel" (siehe Schwarzenberg)
FFH-Gebiet "Zweibach" (Rittersgrün)
NSG "Halbmeiler Wiesen"
NSG "Wettertannenwiese" (siehe Schwarzenberg)
NSG "Schieferbach"
NSG "Zweibach" (Rittersgrün)
FND "Adner Raum"
FND "Himmelswiese"
Naturlehrpfad Klughausgrund Breitenbrunn
Kräuter- und Landwirtschaftspfad Rittersgrün

Geeignete Themenwege:

Themenweg 12: „Naturlehrpfad Klughausgrund in Breitenbrunn. Von Hecken, Mauern, Rainen und Co.“
Themenweg 13: „Schwarz- und Pöhlwassertal. Von Flüssen, Bächen, Bergen und Bäumen.“

Breitenbrunn

Siegfried Sieber beschreibt 1972 in seinem Buch "Um Aue, Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt" den Ort wie folgt:
"Zwischen hohen Wäldern dehnen sich Breitenbrunns Fluren am Großen und Kleinen Ortsbach aus. Sie erstrecken sich hauptsächlich auf wenig geneigtem Gelände zwischen 700 und 750 m Höhe im Osten bis an den Waldrand, der steil ins Pöhlwassertal abstürzt. Umrahmt ist die fächerförmig gerodete Gemarkung von ansehnlichen Bergen, unter denen der Rabenberg 912,9 m mißt, während die nördlichen Kuppen um die Wilde Taube und den Zechenhübel etwa 760 m erreichen.
...
Namen von Breitenbrunner Einwohnern kennen wir seit etwa 1460. Die meisten waren wohl Bauern. Außer Getreideanbau ist Viehwirtschaft betrieben worden. Dazu dienten viele Wiesen in der Flur und besonders die gerodeten Räume im Wald. Zu Breitenbrunn gehörten im Jahre 1568 insgesamt 22 Räume, darunter 7 am Rabenberg."

Diese sogenannten Räume sind zum Teil erhalten geblieben, bestes Beispiel ist der Adner Raum, der weiter unten noch genauer besprochen wird. Solche Flächen wurden auf Grund der Abgelegenheit in der Regel extensiv bewirtschaftet und gehören oftmals bis heute zu den Kleinoden unter den Wiesen und Weiden.

Im gleichen Jahr, welch ein schöner Zufall, beschreibt der Pfarrer und Schriftsteller Karl Hans Pollmer (1911-1987) in seinem kleinen Erzählband "Turmgeschichten" den Ort und auch das wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:
„Da liegt, knappe zwei Stunden zu Fuß von Schwarzenberg entfernt, das Bergwalddorf Breitenbrunn. Weit auseinandergezogen streben dort die Hänge des Tales in die Höhe, und an ihnen zieht sich Breitenbrunn empor. Es ist ein herrliches Stück Erde, das sich hier vor dem Beschauer ausbreitet. Wer hier wandert, fühlt sich in die Hochgebirgswelt versetzt der weiten Talhänge wegen, die sich von einer Berghöhe zur anderen schwingen, mit ihren Wiesen, Äckern, Waldstücken und in sie hinein verstreuten Häusern. Und unbegreiflich klingt ihm ein Reisebericht, den der Erzgebirgschronist Christian Lehmann in seinen 1699 gedruckten ‚Historischen Schauplatz‘ über Breitenbrunn aufgenommen hat: ‚Anno 1631, den 20. Maji war zum Breiten-Brunn (einem sehr kalt / ungestümen und unfreundlichen Ort) Oswald Klügel /Exul, Schulmeister / welchen sein Bruder von Pedersom aus Böhmen besuchte. Dieser sahe die Rauhigkeit des Ortes / die Wild-Zäune / die geringen Häuser mit Verwunderung an / und sagte: Mein GOTT! Bruder du bist an einem wilden Orte / siehet man hier doch nichts als Berge und Wälder / Wasser und Höhen. Was macht ihr mit so vielen mühseligen Zäunen? Müsset ihr in diesem Bären-, Schwein- und Wild-Lande nicht elende Leute seyn! Armselig Korn esset ihr / und müsset dazu noch wachen / dass ihrs behaltet / und in solcher Kälte halb erfrieren. Ey wolt ich mich doch hier nicht todt wünschen. Lieber / wo gehet hier doch die Sonne auf? Es ist die Wahrheit / ich könte hier nicht bleiben.‘
Wie sich die Zeiten und die Bilder wandeln! Heute zieht es Jahr um Jahr von überallher Menschen nach dieser reizvollen Erzgebirgslandschaft! Breitenbrunn hat einen guten Namen unter den Fremdenverkehrsorten des Erzgebirges: Ein ‚Bären-, Schwein- und Wildland‘ ist begehrtes Reiseziel geworden und mit ihm viele Städte und Dörfer im Erzgebirge.“

Breitenbrunn

Im Grundsatz haben die Worte von Karl Hans Pollmer weiterhin Gültigkeit, Breitenbrunn ist immer noch ein herrliches Stück Erde und wir finden dort heute - neben den Wiesen im Osterzgebirge um Geising und Fürstenau - die vielleicht großflächigsten zusammenhängenden Bergwiesen im gesamten sächsischen Teil des Erzgebirges. Allerdings gibt es zumindest im Hauptort nur noch sehr wenige landwirtschaftliche Betriebe. Fast die gesamte Gemarkung wird zurzeit von einem ziemlich weit entfernten auswärtigen Agrarunternehmen bewirtschaftet – übrigens durchaus keine Seltenheit mehr in den höheren Lagen des Westerzgebirges. Die Bewirtschaftung kann man nicht kritisieren. Es wird spät gemäht und Heu gemacht. Aus Rentabilitätsgründen werden aber logischerweise riesige Flächen auf einen Ritt geerntet. Vor allem für Teile der Tierwelt ist das natürlich ein gewichtiger Einschnitt, da plötzlich Nahrungs- und Deckungsmöglichkeiten wie abgeschnitten sind. Aber damit wird man wohl leben müssen und auch können, solange die Bewirtschaftung nicht intensiviert wird. Dies wäre natürlich ein gravierender Einschnitt für den Ort, der zur Zeit der Wiesenblüte ein geradezu einmaliges Bild abgibt.
Im Nachbarort Rittersgrün übrigens, zu dem wir gleich noch kommen, ist die Lage völlig anders. Es gibt noch erstaunlich viele ortsansässige Landwirte und daraus resultiert eine völlig andere Landschaftsaufteilung als in Breitenbrunn. Auch dort finden sich schöne Bergwiesen und –weiden, die in ihrer Größe allerdings mit denen in Breitenbrunn nicht vergleichbar sind.

Antonsthal / Antonshöhe

Antonsthal

Antonsthal entstand erst 1828 als Begleiterscheinung der zur Erzverhüttung errichteten Antonshütte. Im Schwarzwassertal gelegen, durchzogen von Schiene und Bundesstraße, gehört der Ort nicht zu den Perlen des Erzgebirges.
Antonshöhe ist noch viel jüngeren Datums und verdankt seine Entstehung in den Jahren 1950 bis 1952 dem Uranbergbau der SDAG Wismut.

Erlabrunn / Steinheidel

Blick auf SteinheidelBlick von Breitenbrunn aus auf Erlabrunn und Steinheidel

Erlabrunn liegt an der Mündung des Milchbaches in den Steinbach und des Steinbaches in das Schwarzwasser und wurde 1581 erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde Zinnwäsche betrieben, aber auch Holzwirtschaft, Feld- und Viehwirtschaft.
Seine Bekanntheit hat der Ort maßgeblich dem 1950 eingeweihten Bergarbeiterkrankenhaus zu verdanken, dass ebenfalls wir die Bergarbeitersiedlungen im Zusammenhang mit dem Wismutbergbau entstand und auch das Bild des Ortes maßgeblich prägt.
Auch die Anfänge von Steinheidel im 16. Jahrhundert gehen auf den Bergbau zurück. Die kleinen Häusleranwesen und Höfe der Streusiedlung liegen regellos verteilt an einem Steilhang des Schwarzwassertales und besticht folgerichtig durch seine sagenhaften Ausblicke ins Tal und weit darüber hinaus. Auch der Staahadler Aff, eine Gaststätte, in denen ein Orchestrion mit einem Affen zu sehen und zu hören ist, ist ein gern besuchtes Ausflugsziel.

Steinheidel

Rittersgrün / Tellerhäuser

Rittersgrün

Rittersgrün ist nicht, wie es sich angesichts der Lage am Pöhlwasser angeboten hätte, von Bauern als Waldhufendorf angelegt worden, sondern verdankt seine Entstehung dem Bergbau und der Erzverarbeitung. Verstreut liegen die Häuser, Häusergruppen und Ortsteile in der Landschaft des Pöhlwassertales, unweit des Fichtelberges. Die Landwirtschaft spielte aber zu allen Zeiten eine wichtige Rolle, um die in Anwohner mit Lebensmitteln zu versorgen. Auf Grund der Höhenlage und den kleinen Feldern herrschten oftmals Not und Elend. Der seit dem 16. Jahrhundert genutzte Rittersgrüner Pass und die spätere Erschließung durch Bahn und Staatsstraße sorgten zu allen Zeiten für regen Verkehr.
Im hohen Mittelalter war der Ort zweigeteilt, die nordöstliche Seite gehörte zur Grafschaft Hartenstein, die südwestliche den Schwarzenberger Bergherren.

Die Streusiedlung Tellerhäuser verteilt sich auf einer etwa 40 ha großen Wiesenflur inmitten des riesigen Waldgebiets am Fichtelberg, unmittelbar an der tschechischen Grenze. Die Höhenlage liegt zwischen 915 und 960 m ü. NN. Die Ortschaft geht auf das sogenannte "Tellerhaus", das man schon auf den alten Karten von Oeder aus dem Jahr 1609 findet. Im Laufe der Jahrhunderte kamen dann Schritt für Schritt weitere Häuser himzu. Es wurde viel Viehwirtschaft betrieben und auch die umfangreichen Waldungen sorgten für Arbeit.

FFH-Gebiet „Wiesen um Halbmeil und Breitenbrunn“

Halbmeile

Das FFH-Gebiet ist insgesamt 82 Hektar groß und besteht neben einigen kleineren Bereichen aus zwei größeren Komplexen, den Halbmeiler Wiesen, die bereits 1972 als Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt wurden und den Flächen im Klughausgrund/Adner Raum.
Es handelt sich im Wesentlichen um wertvolle Offenlandbereiche wie artenreiche Borstgrasrasen und Bergmähwiesen, Nasswiesen, Kleinseggenriedern, Übergangs- und Schwingrasenmoore und Zwergstrauchheiden. Aber auch kleinere wertvolle Waldbereiche mit Hainsimsen-Buchenwäldern oder montanen bodensauren Fichtenwäldern sind inbegriffen.
Viele seltene und gefährdete Arten haben im Gebiet ihre Heimat: Arnika, Waldläusekraut, Gewöhnliches Fettkraut, Moorklee, Rundblättriger Sonnentau, verschiedene Orchideen, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Sumpfheidelibelle, Kreuzotter usw.

Halbemeile / Naturschutzgebiet "Halbmeiler Wiesen"

Halbmeile

Die Halbmeile, die auf deutscher Seite zum großen Teil als Naturschutzgebiet unter Schutz steht, ist schon etwas ganz Besonderes. Die abgeschiedene Lage und das raue Klima ließen auf der etwa 60 Hektar großen Rodungsinsel immer nur eine extensive Nutzung zu. Dadurch entstand ein sehr wertvolles, vielfältiges Gebiet. Es wird von der Staatsgrenze direkt durchschnitten, aber es ist unschwer zu erkennen, dass es sich um einen einheitlichen Naturraum handelt, dass die Natur, die Tiere, die Pflanzen, keine Staatsgrenzen kennen.
Die zunehmende Aufgabe der Nutzung, vor allem im tschechischen Teil, führte zu Verschlechterungen in der Naturausstattung und war der Grund für eines der ersten grenzübergreifenden Landschaftspflegeprojekte, das seit 1995 vom Landschaftspflegeverband "Westerzgebirge" mit Hilfe tschechischer Partner und mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Sachsen durchgeführt wurde. Dies hat sich sehr positiv ausgewirkt, überzeugen Sie sich selbst. Mittlerweile wird die tschechische Seite schon seit einigen Jahren eigenständig genutzt, aber zurzeit leider nur noch die maschinengängigen Bereiche.
Das 17,5 ha große NSG auf deutscher Seite, das 1987 unter Schutz gestellt wurde, ist Bestandteil des FFH-Gebietes „Wiesen um Halbmeil und Breitenbrunn“, der tschechische Teil gehört zum östlichen Teil des FFH-Gebietes „Krušnohorské plató/Erzgebirgsplateau“.

FFH-Gebiet "Zweibach" / Naturschutzgebiet "Zweibach"

NSG Zweibach

An der Straße nach Oberwiesenthal, zwischen Ehrenzipfel und dem Örtchen Zweibach, befindet sich das gleichnamige Naturschutzgebiet, bei dem es vor allem um den Schutz wertvoller Buchenwälder geht. Im Gebiet befindet sich sogar eine Naturwaldzelle, in der man ohne jedwede menschliche Eingriffe den Wald einfach Wald sein lässt.

Flächennaturdenkmal "Adner Raum"

Adner Raum

Das Flächennaturdenkmal „Adner Raum“ wurde 1999 unter Schutz gestellt. Es hat insgesamt eine Fläche von 8,1 Hektar, liegt knapp 750 Meter hoch und wird vom Großen Ortsbach durchflossen. Es macht auf den ersten Blick den Eindruck einer größeren Waldwiese, ist aber insbesondere durch die wechselnden Bodenfeuchteverhältnisse, die von frisch bis dauerfeucht reichen, reich an verschiedenen Lebensraumtypen. Dies wiederum bietet einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren die Möglichkeit, ihr Auskommen zu finden.
Der hohe Naturschutzwert der Flächen hängt auch mit ihrer Abgelegenheit zusammen, denn dadurch war die Bewirtschaftung enorm aufwändig und wurde deshalb schon immer relativ extensiv durchgeführt. In den Zeiten der kleinbäuerlichen Bewirtschaftung wurde aber auf den trockenen Flächen sogar noch Ackerbau betrieben und verschiedene Feldfrüchte angebaut. Aber viel Freude hatte man daran nicht, denn das Wild der umliegenden Wälder betätigte sich fleißig als unerwünschter Erntehelfer. Mit Gründung der LPG Anfang der sechziger Jahre wurde dann nur noch beweidet oder einmal im Jahr gemäht und die nassen Bereiche überhaupt nicht mehr genutzt. Seit einigen Jahren werden die Flächen vom Landschaftspflegeverband Westerzgebirge nach einem Pflege- und Entwicklungsplan bewirtschaftet: große Bereiche naturverträglich beweidet und zum Teil nachgemäht, besonders sensible und nasse Flächen mit Balkenmäher gemäht.

Adner Raum

Naturlehrpfad Klughausgrund Breitenbrunn

Breitenbrunn

Auf dem Naturlehrpfad Klughausgrund in Breitenbrunn werden wir anhand von 17 Informationstafeln in Wort und Bild über Interessantes am Wegesrand informiert, und das gibt es zuhauf bei dieser Wanderung durch den hübschen Ort im oberen Westerzgebirge und seine sehenswerte Umgebung, vorbei an Trockenmauern, Hecken, artenreichen Wiesen und Weiden, naturnahen Bächen, Teichen usw. Eine abwechslungsreiche Tour erwartet uns, mit grandiosen Ausblicken auf Ort, Feldflur und Wald, diesen Dreiklang, der die Ortschaften im oberen Erzgebirge so attraktiv macht.
Startpunkt ist der Parkplatz an der Gemeindeverwaltung in Breitenbrunn.

Trockenmauer

Der Kräuter- und Landwirtschaftspfad Rittersgrün

Kräuterpfad Rittersgrün

In Rittersgrün wurde vom Landscjaftspflegeverband Westerzgebirge ein sehr lohnenswerter Naturlehrpfad ins Leben gerufen, der Kräuter- und Landwirtschaftspfad Rittergrün. Startpunkt des Weges ist der Parkplatz am Freibad in Rittersgrün. Dort befindet sich auch die Eingangstafel mit dem Wegeverlauf, den wir hier kurz skizzieren möchten.
Der Weg besteht aus zwei Runden. Die erste Runde ist reichlich einen Kilometer lang, die zweite bringt es auf etwa fünf Kilometer. Wir überqueren zuerst die Brücke über den Kunnersbach und gehen auf dem Rundwanderweg Pöhlwasser (roter waagerechter Strich) immer am Waldrand entlang. 50 Meter nach der Schutzhütte folgen wir dem neuen Kammweg (blauer waagerechter Strich), der uns steil hinab ins Pöhlwassertal führt, vorbei an zwei wunderbaren Altbuchen. Im Tal angelangt überqueren wir die Bundesstraße und das Pöhlwasser und laufen entlang der Zollstraße. Linker Hand sehen wir die Böhmische Mühle und den Grenzübergang nach Tschechien. Vor allem in der Zeit der Bergwiesenblüte im Juni sollten Sie einen kleinen Abstecher machen und einen Blick auf die bunten Wiesen und Wegränder dort werfen. Weiter geht es entlang der Zollstraße. Wir überqueren die Bundesstraße erneut und laufen dann auf der Kunnersbachstraße, bis wir wieder am Freibad angelangt sind und die kleine Runde abgeschlossen haben.
Hier biegen wir jetzt links ab und halten uns geraume Weile an den Badweg, auf dem wir wunderbare Ausblicke auf Rittersgrün und das Pöhlbachtal haben. Am Pulverturm am Roten Adler steigen wir rechts die steilen Treppen hinauf. Oben angelangt halten wir uns wieder rechts, machen einen kleinen Bogen und biegen links, immer dem Bergbaulehrpfad (grüner diagonaler Strich) folgend, auf den Thomas-Müntzer-Weg ein, auf dem wir jetzt weiterlaufen. Nach einiger Zeit kommen wir zur Hans-Viehweger-Straße, auf der es dann den Berg hinauf geht. Kurz nachdem wir die Waldburg erreicht haben, biegen wir rechter Hand auf den Waldweg ein, der seinem Namen durchaus gerecht wird und uns bis zum Wald führt. Dort gehen wir geradeaus weiter und landen nach einem etwa einen Kilometer langen Waldspaziergang wieder auf dem Badweg, fast unmittelbar am Freibad.
An zwölf Punkten finden Sie Informationstafeln, die Sie über Sehenswertes vor Ort informieren. Dabei wurde versucht, die Texte sehr kurz und bündig zu halten, damit es Ihnen nicht langweilig wird und Sie nicht allzuviel Zeit mit Lesen verbringen müssen, sondern die reizvolle Landschaft und den hübschen Ort genießen können. Der Schwerpunkt liegt bei den heimischen Kräutern, von denen einige vorgestellt und ihre Bedeutung für Mensch und Tier beschreiben wird. Aber auch andere Themen werden angesprochen, beispielsweise bestimmte Nutztierrassen.
Viel Interessantes werden Sie am Wegrand finden. Diese bemerkenswerte Gegend im oberen Westerzgebirge, nicht weit vom Fichtelberg entfernt, bietet eine erstaunliche Landschaftsvielfalt. Attraktive Wiesen und Weiden, lauschige Wälder, naturnahe Bäche, Feldgehölze, Hecken, Trockenmauern sorgen für Abwechslung. Auch der schmucke Ort Rittersgrün trägt natürlich dazu bei, dass es nie langweilig wird, durch schöne alte Bäume, gut erhaltene Bauerngüter und vieles mehr.
Sie werden feststellen, dass der Dreiklang aus Wald, Feldflur und Dorf, der Sie auf dem gesamten Weg begleitet, für eine erholsame Wanderung geradezu ideal geeignet ist.

Zur Thematik wurde auch eine Broschüre mit dem Titel "'Essbare' Landschaft. Bergwiesen und -weiden als Apotheke für Mensch und Tier. Der Kräuter- und Landwirtschaftspfad Rittersgrün" erstellt, die beim Landschaftspflegeverband Westerzgebirge erhältlich ist.

Rinder