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Biologische Vielfalt im Westerzgebirge
Ausflug 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biologische Vielfalt im Westerzgebirge

Ausflug 5: Die „Viechzig“ bei Hundshübel
Schönheit soweit das Auge reicht

Blick von der Viechzig in Hundshübel

Foto: Matthias Scheffler

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und so würde wahrscheinlich eine Umfrage nach dem schönsten Ausblick im Westerzgebirge sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern. Mancher würde den Auersberg nennen, andere den Spiegelwald oder den Blick von Crandorf aus ins Pöhlwassertal. Wir favorisieren den Aussichtspunkt auf der Viechzig in Hundshübel, der sich in der Verlängerung der gleichnamigen Straße Richtung Talsperre in der Nähe des Nadlerhauses befindet. Der Blick von dort über die Wiesen im Vordergrund hinweg zur Talsperre Eibenstock und das Auersberggebiet bringt die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Region wie kaum ein anderer zum Ausdruck. Das Foto zeigt wohl deutlich, worüber wir reden: Wiesen, umfangreiche Wälder, wohlgeformte Berge und zwei weithin bekannte Markenzeichen der Region auf einen Blick: die Talsperre Eibenstock und der Auersberg. Das alles zusammen lässt nicht viel zu wünschen übrig und wir sind uns sicher, dass dieser Ausblick viele Anhänger hat und noch weitere finden wird. Und das, obwohl oder gerade weil es sich eigentlich bei diesem Landschaftsausschnitt keineswegs um eine Naturlandschaft handelt und zwar in mehrfacher Hinsicht: Die Wälder sind – zumindest aus der Ferne – fast ausschließlich Fichtenmonokulturen als Ergebnis des jahrhundertelangen Hungers nach Holz, keineswegs also die Buchenmischwälder, die hier von Natur aus wachsen würden, wenn man der Wissenschaft ausnahmsweise einmal glauben darf. Und auch das sogenannte „Erzgebirgsmeer“, das sich unten im Muldetal breit macht, ist ein noch viel jüngeres Produkt unseres Hungers oder besser Durstes, diesmal nach Wasser, ohne das es bekanntlich kein Leben gibt, auch für uns Menschen nicht und das wir demgemäß für die verschiedensten Zwecke nutzen, nicht immer sonderlich sinnvoll und sparsam. All diese komplizierten Gedankengänge ändern nichts an der unkomplizierten Schönheit dieser Landschaft, die sich dort oben am Ortsrand von Hundshübel auftut und die uns wohl auch noch einige Zeit erhalten bleiben wird, denn die geplanten Windkraftanlagen in der Nähe der Staumauer sind vom Tisch, zumindest scheint es so, vorerst. Nicht nur bei strahlendem Sonnenschein, auch bei auf- oder abziehendem Nebel und natürlich bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang bieten sich beeindruckende Bilder.
Ein ähnlich attraktiver Talblick wie von der Viechzig zeigt sich, wenn man vom Friedhof aus die Lärchenstraße in Richtung Talsperre läuft. Den Weg säumen beidseitig Ebereschen unterschiedlichen Alters, die einen ein wenig an längst vergangene Zeiten erinnern, in denen solche mit Ebereschen oder auch Obstbäumen gesäumte Wege noch ein gewohntes Bild im Erzgebirge waren. Zu verdanken haben wir diese hübsche Allee mit dem Charakterbaum des Erzgebirges dem anhaltenden Engagement einiger Hundshübler Naturfreunde.
An der Wegkreuzung uns rechts haltend stoßen wir auf eine in den 90er Jahren vom Landschaftspflegeverband  Westerzgebirge angelegte Obstwiese, die zusammen mit der sie säumenden Hecke und der extensiven Bewirtschaftung ein Eldorado für eine bunte und vielfältige Pflanzen- und Tierwelt bietet.

Hundshübel

Foto: Matthias Scheffler