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Einweihung Kindererlebnispfad Stützengrün gut besucht »

Hilfsmaßnahmen für Feld- und Wiesenvögel und Insekten »

Neuer Waldlehrpfad in Hundshübel »

Ausflugstipp: Vogellehrpfad Carlsfeld »

Hilfe für Bekassine (Himmelsziege) und Co. »

Hilfe für unsere Insekten »

Zweite Ausgabe der Zeitschrift "Lebendige Vielfalt im Erzgebirge" erschienen »

Erste Ausgabe der Zeitschrift "Lebendige Vielfalt im Erzgebirge" vergriffen »

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Wissenswertes zum insektenfreundlichen Garten »

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Broschüren erhältlich »

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einweihung Kindererlebnispfad Stützengrün gut besucht

,„Dass Kinder etwas über die natürliche Welt lernen,
ist als eines der wichtigsten Ereignisse in ihrem Leben zu betrachten.“
Thomas Berry (1914-2009)

Kindererlebnispfad

Foto: Matthias Scheffler

Mehr als 50 Gäste, darunter sehr viele Kinder, waren bei phantastischem Wetter am 13. Juni nach Stützenrün gekommen, um an der Einweihung des Kindererlebnispfades Stützengrün teilzunehmen. sich an der herrlichen Natur im Weißbachtal zu erfreuen und die neuen Möglichkeiten kennen zu lernen, die vom Landschaftspflegevarband Westerzgebirge geschaffen wurden, um vor allem Kinder wieder mehr direkt in die Natur zu locken und sich für diese zu begeistern. Durch Luise Eichhorn, die den Pfad initiiert und konzipiert hat, erfuhren die Kinder und Erwachsenen Wissenswertes über Wildbienen, Schmetterlinge, Wiesenkräuter, Baumarten und deren Früchte, Tiere am Waldrand und vieles mehr. Sie konnten den Barfußpfad sozusagen in Betrieb nehmen, mehrere Nisthilfen und Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien begutachten und sich damit Anregungen für die Nachahmung im eigenen Garten holen.
Neun Stationen mit zahlreichen interaktiven Klapptafeln und  Drehelemente dienen nun gemeinsam mit diesem wunderbaren Stück Natur dazu, Jung und Alt die heimische Tier- und Pflanzenwelt  näher zu bringen und ihr Wissen darüber zu erweitern. Auch ein Faltblatt zum Pfad ist erhältlich.

Mehr zum Kindererlebnispfad erfahren Sie hier: »

Kindererlebnispfad

Foto: Matthias Scheffler

Hilfsmaßnahmen für Feld- und Wiesenvögel und Insekten

Sitzwarten

Sitzwartenfeld bei Wolfgangmaßen, Foto: Matthias Scheffler

Durch den Landschaftspflegeverband wurden auch in diesem Frühjahr an verschiedenen Stellen im Westerzgebirge – beispielsweise in Breitenbrunn, Carlsfeld, Johanngeorgenstadt, Sosa, Schönheide und Zschorlau – Hilfsmaßnahmen für die Feld- und Wiesenvögel, insbesondere die in der Region stark bedrohten Wiesenbrüter Braunkehlchen und Wiesenpieper eingeleitet. Dazu wurden in geeigneten Flächen Sitzwartenfelder mit Bambusstäben ausgebracht. Erfahrungen aus den letzten Jahren in verschiedenen Regionen zeigen, dass sich diese sogenannte „Überreizmethode“ positiv auf die Ansiedlung von Wiesenbrütern auswirken kann. Diese Felder und das nähere Umfeld werden nicht gemäht, bleiben über den Winter stehen und dienen somit auch dem Insektenschutz.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden auch die Flächen auf dem ehemaligen Standortübungsplatz bei Wolfgangmaßen, wo in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und den die Flächen bewirtschaftenden Landwirten mehrere solcher Flächen eingerichtet wurden (siehe Foto).

Neuer Waldlehrpfad in Hundshübel
Gemeinschaftsprojekt von Allianz, Landschaftspflegeverband
und Handschuhmacher Rico Wappler

Waldpfad

Seit Ende April stehen sieben vom Landschaftspflegeverband Westerzgebirge konzipierte Infotafeln entlang eines 2 km langen Rundweges in Hundshübel und laden Spaziergänger dazu ein, ihr Wissen über den Wald und seine tierischen Bewohner zu erweitern. Eine Übersichtstafel befindet sich auf dem kleinen Parkplatz an der Talsperre. Von dort aus führt der Weg zwischen der Talsperre und dem Wald von Handschuhmacher Rico Wappler entlang in das Unterdorf von Hundshübel.
Der Wald dort besteht wie die meisten Wälder in der Region überwiegend aus Fichten. Sie sind deshalb sehr anfällig für Stürme und Borkenkäfer. Widerstandsfähige, artenreiche und naturnahe Wälder sehen anders aus. Um dem näher zu kommen hat Rico Wappler zusammen mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vom Landschaftspflegeverband 100 Buchen, 50 Bergahorne und 50 Weißtannen unter die Fichten gepflanzt. Auf einer vom Borkenkäfer geschaffenen Freifläche wird auf Naturverjüngung gesetzt. Dort soll der Wald ohne menschliche Hilfe wieder nachwachsen, und dabei artenreicher und vielfältiger werden.
Auf den Infotafeln entlang des Weges kann man sich zum natürlichen Lebenszyklus eines Waldes, dem Waldumbau, der Bedeutung von Totholz und strukturreichen Waldrändern sowie dem Landschaftswandel belesen. Auch neben der alten Eiche im Ort, an welcher der Weg vorbeiführt, befindet sich eine Tafel und klärt über die Bedeutung alter Bäume auf.
Die Finanzierung der Infotafeln und Wegweiser erfolgte über die Allianz Umweltstiftung „Blauer Adler“ und Katrin Voigt von der örtlichen Allianz-Vertretung. Thomas Müller, der Wegewart von Hundshübel, unterstützte das Projekt ebenfalls und übernahm die Aufstellung der Wegweiser.
Gerne hätten wir den Waldlehrpfad bei einem gemeinsamen Waldspaziergang mit Bewohnern und Bewohnerinnen von Hundshübel und Umgebung offiziell eingeweiht. Aufgrund der aktuellen Beschränkungen durch Corona ist dies leider nicht möglich. Wir hoffen, wir können das in absehbarer Zeit nachholen, wünschen Ihnen aber schon jetzt viel Freude beim Spazieren gehen, Lesen und Entdecken entlang des Waldlehrpfades Hundshübel!

Mehr zum Waldlehrpfad erfahren Sie hier: »

Waldpfad

Foto: Karolin Prott

Ausflugstipp: Vogellehrpfad Carlsfeld

Vogellehrpfad

Foto:Luise Eichhorn

Der Frühling ist erwacht und für die Beobachtung der Vogelwelt ist jetzt die günstigste Gelegenheit. Auch die Zugvögel, die uns im Winter verlassen hatten, sind schon zurückgekehrt bzw. gerade im "Anmarsch". Die beste Zeit also auch, den Vogellehrpfad des Landschaftspflegeverbandes in Carlsfeld zu besuchen. Der Pfad bietet Interessantes und Amüsantes über unsere Vogelwelt im Allgemeinen und natürlich auch über die von Carlsfeld, denn dieser Ort spielt eine ganz besondere Rolle im Vogelschutz des Westerzgebirges. Nur hier kann man in der Region noch Wiesenbrüter wie Braunkehlchen und Wiesenpieper beobachten, die andernorts leider schon verschwunden sind.

Mehr zum Vogellehrpfad erfahren Sie hier: »

Vogellehrpfad Carlsfeld

Einweihung des Vogellehrpfades im Herbst 2019, Foto: Matthias Scheffler

Hilfe für Bekassine (Himmelsziege) und Co.

Bekassine

Foto: Jan Gläßer

Wiesenbrüter wie die Bekassine werden in unserer Landschaft immer seltener – leider. Das liegt unter anderem an zu intensiver Flächenbewirtschaftung sowie den immer seltener werdenden geeigneten Bereiche für ihre Ansprüche ans Leben und Überleben. Sie braucht als sogenannter Sondierer, der mit seinem langen Schnabel seine Beute im Boden sucht, überschaubares Gelände und zudem muss es dort nass sein und möglichst schlammig mit offenen Wasserstellen. Früher war die Bekassine, älteren Menschen wegen ihrer meckernden Fluggeräusche eher unter dem Namen Himmelsziege ein Begriff, als Brutvogel im Westerzgebirge durchaus keine Seltenheit. Heute ist sie aus der gesamten Region verschwunden und seit einigen Jahren nur noch in Carlsfeld zumindest im Durchzug zu beobachten - das soll sich wieder ändern. Deshalb wurden im oberen Ortsteil, angrenzend an ein Flächennaturdenkmal, Baumfällungen und Entbuschungen vorgenommen, um das dort sehr nasse Gelände wieder offener zu gestalten. Zusätzlich wird dieses Jahr noch der in diesem Gebiet befindliche Tümpel vertieft und vergrößert, wovon auch Amphibien und weitere Tiere profitieren werden. Die Maßnahmen werden durch den Landschaftspflegeverband Westerzgebirge e.V. durchgeführt und über die Landesdirektion des Freistaat Sachsen - „Finanzierung von Artenhilfs- und Biotopschutzmaßnahemn (FaBio)“ - finanziert.

Carlsfeld

Carlsfeld Tümpel

Fotos: Matthias Scheffler

Hilfe für unsere Insekten

Alantdistel

Foto: Luise Eichhorn

Bei der letzten Zusammenkunft der Naturschutzstationen des Erzgebirgskreises waren die Insekten ein wichtiges Thema. Der dramatische Rückgang der Biomasse von Fluginsekten um mehr als 76 % innerhalb der letzten 30 Jahre – und das in Schutzgebieten – in der „Normallandschaft“ ist der Rückgang noch gravierender -  ist erschütternd und bedenklich. Denn Insekten, die größte Artengruppe der Erde, sind von entscheidender Bedeutung für die Intaktheit unserer Ökosysteme und übernehmen neben Wirbeltieren (Fledermäusen, Vögel, Primaten, Nagern, etc.) die Hauptrolle bei der Bestäubung.
Ca. 90 % der wildblühenden  Pflanzenarten und auch ein großer Teil unserer Nutzpflanzen hängen vom Transfer des Blütenpollens durch Bestäuber ab. Besonders dramatisch ist der Rückgang von Insekten in den offenen Landschaftsbestandteilen, wie Ackerfluren, Wiesen, Magerrasen, Felsfluren und Heiden. Hauptursachen sind die Intensivierung der Landnutzung durch Düngung, Einsatz von Pestiziden, mehrmalige Mahd, Verlust von Strukturen wie Feldrainen, Hecken und Säumen; Lebensraumverluste durch Versiegelung und der „Ordnungssinn“ in der Landschaft.
Es hat sich viel verändert. Wurden noch vor wenigen Jahrzehnten die Grünflächen portionsweise mit der Sense bearbeitet, fahren heute Traktoren mit breiten Mähbalken über die Flächen. Innerhalb von Stunden geht der gesamte Lebensraum samt Nahrungsquelle für unzählige Insekten verloren, wenn diese nicht schon selbst „unter die Räder“ gekommen sind. Auch durch die enorme „Lichtverschmutzung“ in unseren Städten und Dörfern stirbt eine Vielzahl von Insekten, die vom Licht magisch angezogen werden. Und sogar durch Windräder werden jährlich tonnenweise Insekten an den Rotorblättern vernichtet.
Doch was können wir tun und jeder einzelne von uns?
Ohne eine extensivere Landnutzung, insbesondere in der Landwirtschaft, bleibt der Erhalt der Insektenvielfalt ein frommer Wunsch. Ansätze dazu gibt es. Auf Grünland können Landwirte auf bestimmten Förderprogrammen 10 % des Schlages überjährig stehen lassen. Diese Maßnahme wird dieses Jahr auch auf den bewirtschafteten Flächen des Landschaftspflegeverbandes Westerzgebirge e.V. umgesetzt. Dadurch finden Insekten bis spät in den Herbst Nahrung, Schutz und können in den Pflanzenstängeln überwintern. Aber „Kleinvieh macht auch Mist“ und so lassen sich in vielen Bereichen wirksame Maßnahmen für Insekten ergreifen. So sind viele Kommunen bemüht, Blühwiesen zu etablieren und die Mähfrequenzen auf Kommunalflächen zu drosseln. Wer gern mehr über Insekten erfahren möchte, kann ab Mitte Mai die vom Landschaftspflegeverband Westerzgebirge e.V. konzipierte Ausstellung zum Thema „Insekten vor der Haustür“ im Tierpark Waschleithe besuchen. Auch in der Straßenrandpflege konnten zusammen mit dem Landratsamt Erzgebirgskreis schon einige Flächen aus der intensiven Pflege genommen werden. Wer selbst einen Garten besitzt, sollte darauf achten nicht die komplette Wiese mit einem Mal zu mähen sondern abschnittsweise und max. 2-3 Mal im Jahr. Bitte keinen Golfrasen und keinen Mähroboter! Zudem kann das Angebot an einheimischen Blühpflanzen, möglichst durch ungefüllte Blüten, erweitert werden. Dadurch erhöhen Sie die Artenvielfalt in Ihrem Garten und können sich am „Summen und Brummen“ erfreuen.  Im Herbst können die abgetrockneten Pflanzenstängel über den Winter stehen bleiben, Astmaterial kann zu Totholzhaufen aufgeschichtet, und aus Laub können Laubhaufen angelegt werden. In den Ritzen von Trockenmauern nisten einige seltene Wildbienenarten - ein Insektenhotel ist eine Alternative. Falls Sie eine Blühwiese anlegen möchten, achten Sie auf regionales Saatgut.
Viel Freude beim Beobachten und Zuhören!

Straßenrand

Straßenrand an der B169, Foto: Matthias Scheffler

Zweite Ausgabe der Zeitschrift „Lebendige Vielfalt im Westerzgebirge“ erschienen

Lebendige Vielfalt

Titelthema dieser Ausgabe ist die naturverträglicher Beweidung. Diese interessante und sehr zweckmäßige Form der Landnutzung spielt eine zunehmende Rolle im Naturschutz, auch in unserer Region. Wir wollen darstellen, warum das so ist, welche Vorteile das hat und wie es sich in der Pflanzen- und Tierwelt und dem Bild unserer Landschaft bemerkbar macht. Zunehmend mehr Menschen fragen sich, ob man Tiere, die bei der Beweidung logischerweise die Hauptrolle spielen, noch essen sollte. Im Beitrag „Roulade oder Tofu?“ nehmen wir das Thema auf und stellen dar, wie wir das sehen. Der Rückgang unserer Tierwelt macht uns zunehmend Sorgen. Naturnahe Beweidung ist eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken und dies möchten wir deutlich machen.
Auch die Hecken in unserer Landschaft nehmen wir ins Visier. Wir erläutern, welche Rolle diese wertvollen Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt haben und zeigen auf, wie wir versuchen, diese unersetzlichen Lebensadern in der Landschaft zu erhalten und zu entwickeln und welche Fördermöglichkeiten es dazu gibt. Vielleicht haben Sie ja schon lange vor, den Tieren über die schwere Winterzeit zu helfen. Wie Sie das im eigenen Garten auf einfache Art und Weise machen können, auch dazu finden Sie viele Hinweise, zum Beispiel zur Vogelfütterung. Die wird für unsere Vogelwelt immer wichtiger und bietet zudem ausgezeichnete Möglichkeiten zur Naturbeobachtung für die ganze Familie. Wie gut es dabei mit Ihrer Artenkenntnis steht, können Sie mit unserem kleinen Quiz testen.
Die Zeitschrift ist in allen Stadt- und Gemeindeverwaltungen und Tourismusinformationen der Region und beim Landschaftspflegeverband und in der Naturherberge Affalter kostenlos erhältlich.

Erste Ausgabe der Zeitschrift „Lebendige Vielfalt im Westerzgebirge“ vergriffen

Lebendige Vielfalt

Die erste Ausgabe der Zeitschrift „Lebendige Vielfalt im Westerzgebirge“, ein Gemeinschaftsprojekt von Landschaftspflegeverband Westerzgebirge und NABU Aue-Schwarzenberg, ist mittlerweile vergriffen.
Das Titelthema dieses ersten Versuchs gilt dem Rothirsch, einer sehr imposanten und beeindruckenden, aber mittlerweile sehr versteckt lebenden Art, die man in der Region derzeit kaum noch sieht oder hört, deren Schicksal einen traurig machen kann und das viele Menschen bewegt. Aber auch die Wiesenbrüter werden nicht vergessen. Sie sind ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark sich die Dinge in unserer scheinbar noch intakten Natur schon verändert haben und was für Schätze uns da gerade verloren gehen. Solche Entwicklungen dürfen sich nicht fortsetzen.
Die Zeitschrift als PDF kann beim NABU mittels EMAIL angefordert werden:
matthias_scheffler@t-online.de

Veranstaltung am 02.03. zu einem spannenden Thema: "Wie naturverträglich ist die Energiewende?"

Nicht zuletzt durch die Proteste vor allem der jüngeren Generation rückt der Klimawandel mehr und mehr ins öffentliche Bewusstsein und wird endlich zum viel beachteten Thema. Aber sind die Maßnahmen, die im Rahmen der Energiewende eingeleitet werden, immer sinnvoll und verträglich für Mensch, Natur und Landschaft?
Um diese interessanten Fragen ging es an diesem Abend, zu dem etwa 50 Besucher gekommen waren. Die ausführliche Diskussion machte deutlich, wie vielfältig das Meinungsspektrum zu dieser Thematik ist.

Windkraft

Wissenswertes zur Vogelfütterung

Die Bedingungen für unsere Vögel in Feld und Flur werden nicht gerade besser und es kann nicht wirklich überraschen, dass wir sie nicht mehr besonders häufig zu Gesicht bekommen. Und so wird die Vogelfütterung immer mehr zu einer notwendigen Hilfe, die wir alle unmittelbar leisten können, am Haus oder im Garten. Damit erreichen wir zwar nicht alle Arten, aber ertaunlich viele Besucher stellen sich an den Vogelfütterungen ein und man schafft sich damit einen interessanten Beobachtungsplatz für die ganze Familie. Was bei der Vogelfütterung beachtet werden sollte, dazu finden Sie hier einige kurze Informationen. Wenn Sie Näheres wissen wollen, dann besuchen Sie doch unsere Vogelausstellung (siehe oben), die jetzt auch über das Thema Vogelfütterung informiert.

Vogelfütterung

Links zur Vogelfütterung

Vielleicht möchten Sie noch mehr wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informieren können:

- Tipps zur Winterfütterung »

- Wer frisst was? »

- Wie sich Vögel am Futterhaus verhalten »

- Futterhäuser selber bauen »

- Vogelfütterung- Das Für und Wider »

Neue Faltblätter

Faltblatt Biodiversität

Wir betrachten die Bewahrung der biologischen Vielfalt als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Probleme und Aufgaben, nicht nur des Naturschutzes. Sie ist ebenso dringlich und notwendig wie die Eindämmung des Klimawandels. In einem neuen 12-teiligen Faltblatt beschreibt der Landschaftspflegeverband die derzeitige Situation im Westerzgebirge und informeirt darüber, was getan wird und getan werden kann, um die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in der Region zu bewahren und wie jeder von uns einen Beitrag dazu leisten kann.
Außerdem gibt es noch ein neues Faltblatt, in dem der Verband in Kurzform seine Ziele und wichtigsten Tätigkeitsfelder vorstellt.

Faltblatt

Wenn Sie Interesse an den Faltblättern haben oder mehr über die Projekte des Landschaftspflegeverbandes erfahren möchten, kontaktieren Sie uns einfach:
Dr. Luise Eichhorn, Tel. 03772 24879; Mail: luise.eichhorn@lpvwesterzgebirge.de

Wissenswertes zum tierfreundlichen Garten im Winter

Laub im Garten

Foto: Matthias Scheffler

Tiere können nicht wie wir die kalte Jahreszeit in geheizten Wohnungen verbringen. Aber wir können durchaus ihre Wohnungsnot lindern und im eigenen Garten einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sie ein geeignetes Winterquartier finden. Dazu gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, von denen wir nur einige kurz andeuten wollen:
- Das Laub der Bäume wird oft nur dann mit Wohlwollen gesehen, solange es an den Bäumen hängt. Besonders im Herbst sorgt es für beeindruckend bunte Bilder, die wohl fast jeder gern betrachtet. Die Freude endet oft abrupt, sobald es sich am Boden aufhält und aus der bunten Augenweide Arbeit und "Abfall" wird. Man kann sich viel Mühe ersparen und tut zudem noch ein gutes Werk, wenn man zumindest einen Teil des Laubes zum Schutz der Pflanzendecke auf Beeten verteilt, unter Bäumen und Sträuchern liegen lässt und außerdem einige Laubhäufen zusammenrecht, mit denen zum Beispiel der Igel oder Insekten einiges anzufangen wissen.
- Auch der Beschnitt von Bäumen und Sträuchern muss nicht unbedingt in Rauch aufgehen. Ein Totholzhaufen in einer versteckten Ecke hilft so manchem tierischen Mitbewohner aus der Patsche, zum Beispiel Insekten, Kröten und natürlich dem Igel, der in unserer Landschaft leider schon zur Rarität geworden ist.
- Viele Insekten verbringen den Winter in irgendwelchen Hohlräumen, zum Beispiel in abgestorbenen Pflanzenstängeln. Orte also, die sich in der freien Landschaft kaum noch finden lassen. Eine nicht gemähte Altgrasecke kann hier willkommenen Ersatz bieten. Auch das Zurückschneiden von Stauden und Sträuchern erst im Frühjahr kann helfen.
- Die Winterfütterung der Vögel ist schon bei vielen ein beliebtes Hobby und eine geradezu ideale Möglichkeit, unsere Kinder mit der faszinierenden Welt der Tiere in „Berührung“ zu bringen. Sie wird aber auch immer mehr zu einer notwendigen Hilfe für einige unserer heimischen Vögel. Darauf werden wir demnächst noch näher eingehen.

Eine kleine Belohnung für Ihre Hilfe erwartet Sie dann im nächsten Frühjahr: Das Erwachsen der Tier- und Pflanzenwelt aus dem „Winterschlaf“ direkt vor Ihrer Haustür.   

Links zum tierfreunlichen Garten im Winter

Vielleicht möchten Sie noch mehr wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informieren können:

- Laub liegenlassen/ Laubhäufen anlegen »

- Totholzhaufen als Lebenshilfe »

- So überwintern Insekten »

- Quartiere für Igel & Co. im Garten »

Igel

Feinschmecker Igel, Foto: Jan Gläßer (naturfotoerzgebirge.de)

Literaturhinweise

Für die wachsende Zahl der Menschen, die sich für das Schicksal der Pflanzen und Tiere in ihrem Umfeld interessieren, möchten wir zwei Literaturhinweise geben, zum einen zum Thema Schmetterlinge, zum anderen ein Buch über Vögel im Garten:

Literatur Schmetterlinge

Erschreckende Zahlen über den Rückgang der Insekten machen immer wieder die Runde. Der bekannte Biologe und Buchautor Josef H. Reichholf macht uns am Beispiel der Schmetterlinge mit der aktuellen Situation, den Hintergründen und Handlungsmöglichkeiten bekannt. Eine absolut empfehlenswerte und dringend notwendige Veröffentlichung, die uns die Augen öffnen und zum Handeln anregen will und kann.

Josef H. Reichholf, Das Verschwinden der Schmetterling und was dagegen unternommen werden kann, Deutsche Wildtier Stiftung, 70 Seiten, kostenlos, erhältlich über www.DeutscheWildtierStiftung.de

Für diejenigen, die sich allgemein für die aktuell im Naturschutz recht kontrovers diskutierten Themenfelder Naturschutz, Artenschutz, Landschaftsschutz und Kliimaschutz interessieren, seinen drei weitere Veröffentlichungen empfohlen:
Naturschutz neu denken und gestalten, Expertenforum der Deutschen Wildtier Stiftung 2015
Naturschutz in der Milieu-Falle, Expertenforum der Deutschen Wildtier Stiftung 2016
Rettet die Wiesen - Landwirtschaft & Artenvielfalt, Expertenforum der Deutschen Wildtier Stiftung 2017
kostenlos erhältlich über www.DeutscheWildtierStiftung.de

Literatur Vögel

Über 50 Vogelarten, die man im Garten beobachten kann, werden auf sehr anschauliche und kurzweilige Art vorgestellt. Man erfährt viel Interessantes über deren Leben und sieht sie nach der Lektüre mit erweitertem Blick und noch mehr Sympathie. Neben den Artportraits gibt es viele praktische Hinweise, wie man den Vögeln vor der Haustür unter die Arme greifen kann, mit Nisthilfen, Vogelfütterungen, vogelfreundlichen Gärten usw. Das Buch glänzt aber nicht nur durch eine Fülle von Informationen und Hinweisen, sondern wird durch die vielen hübschen Illustrationen zu einem echten Hingucker. Zu einem fairen Preis erhält man ein tolles Buch, dass man mit Sicherheit häufig zur Hand nimmt:

Uwe Westphal, Christopher Schmidt: Das große Buch der Gartenvögel. Unsere Vögel im Garten erleben, fördern, schützen. pala-verlag, 288 Seiten, 29,90 €

Wissenswertes zum insektenfreundlichen Garten

Die Bedingungen für Tiere und Pflanzen in der Feldflur werden immer schlechter und es kann nicht wirklich überraschen, dass man immer seltener Biene, Schmetterling und Co. zu Gesicht bekommt. Wie Sie im eigenen Garten versuchen können, dass das wieder öfter passiert, dazu haben wir einige Möglichkeiten aufgesführt. Wenn Sie Näheres wissen wollen, rufen Sie doch bei uns an.

Insekten

Links zum insektenfreunlichen Garten

Vielleicht möchten Sie mehr über Insektenschutz im Garten wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informiern können:

- Mit diesen Pflanzen hilft man Insekten »

- Steinhaufen oder Trockenmauer anlegen »

- Nisthilfen für Insekten »

Wissenswertes zum vogelfreundlichen Garten

Wenn sie sich gerne an solchen Bildern wie oben und unten erfreuen oder Ihren Kindern oder Enkeln etwas Gutes tun wollen, dann helfen Sie doch unseren gefiederten Freunden. Wie das ganz einfach im eigenen Garten gelingt, dazu haben wir Ihnen einige Möglichkeiten aufgeschrieben. Wenn Sie Näheres wissen wollen, rufen Sie doch bei uns an.

Vögel im Garten

Links zum vogelfreunlichen Garten

Vielleicht möchten Sie mehr über Vogelschutz im Garten wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informiern können:

- Anlegen von Sträuchern und Hecken »

- Anlegen sicherer Vogeltränken »

- Aufhängen von Nistkästen »

Broschüren erhältlich

Im Rahmen des Projektes "Natur(a) erfahren im Erzgebirge" sind zwei Broschüren des Landschaftspflegeverbandes entstanden. Zum einen die Broschüre im Format A5 „Natur(a) erfahren im Erzgebirge. Vielfalt, Eigenart und Schönheit einer Landschaft im Wandel der Zeit", die sich mit Natur und Landschaft des Erzgebirges, deren Geschichte und den Bemühungen zu ihrem Schutz beschäftigt. Zum anderen der Wanderführer im Format 13x19 „Der Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge. Der Natur auf der Spur - Ein kleiner Wander(ver)führer", der den vom Landschaftspflegeverband konzipierten Natur(a)-Erlebnisweg durch das westliche Erzgebirge vorstellt, einen Rundweg durch das westliche Erzgebirge in 15 Etappen, dem noch 15 Themenwege angegliedert sind.

Bieide Broschüren haben 208 Seiten und sind zu einem Preis von 5,- € beim Landschaftspflegeverband Westerzgebirge (auch über Versand) erhältlich.
Einen inhaltlichen Einblick in die Broschüre "Natur(a) erfahren im Erzgebirge" erhalten Sie unter der Rubrik Natur(a) im Erzgebirge », in den Wanderführer unter den Rubriken Natur(a)-Erlebnisweg » und Themenwege ».