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Aktuelles

Veranstaltung in Schneeberg zu den Feldvögeln im Westerzgebirge

Rebhuhn

Veranstaltungsreihe zur biologischen Vielfalt in der Region hat begonnen

Naturherberge

Foto: Luise Eichhorn

Am 16.10. war in der Naturherberge Affalter der "Startschuss" für die Veranstaltungsreihe des Landschaftspflegeverbandes "Lebendige Vielfalt vor der Haustür" zu vernehmen. Es ging um die Themen Obstwiesen und alte Obstsorten als Beispiel für die Bemühungen zum Erhalt unserer Nutzpflanzenvielfalt. Andreas Bochmann vom NABU stellte den "Sortengarten" der Naturherberge vor und der Gastrefererent Christoph Mann zeigte viele interessante Ansätze aus dem Vogtland. Die Veranstalter waren über die vielen Besucher hoch erfreut. Das Thema trifft scheinbar einen Nerv der Zeit.

Dies wird hoffentlich auch bei der 2. Veranstaltung so sein, auf die man nicht lange warten muss. Schon am 12.11. um 19 Uhr steht die prekäre Situation der Feldvögel (Fekldlerche - Vogel des Jahres 2019, Braunkehlchen, Wiesenpieper u.a.) auf der Tagesordung. Sie findet im Kirchgemeindehaus Frauengasse 5 in Schneeberg statt. Es wird u.a. eine eindrucksvolle Naturdokumentation über einen bei uns leider schon vor einigen Jahren ausgestorbenen Charaktervogel unserer Feldflur gezeigt, dem Rebhuhn:

Veranstaltung Rebhuhn

Braunkehlchen

Braunkehlchen, Foto: Jan Gläßer (naturfotoerzgebirge.de)

Im Rahmen der Bemühungen um den Erhalt der biologischen Vielfalt und der Sorge um den Fortbestand unserer Vogel- und Insektenwelt werden noch 5 weitere Veranstaltungen folgen, in denen auf anschauliche und interessante Art und Weise einige wichtige Prroblemfelder des Natur- und Artenschutzes in der Region gezeigt und diskutiert werden sollen. Mehr dazu erfahren Sie aus der Presse und auf dieser Internetseite.

Neue Faltblätter

Faltblatt Biodiversität

Wir betrachten die Bewahrung der biologischen Vielfalt als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Probleme und Aufgaben, nicht nur des Naturschutzes. Sie ist ebenso dringlich und notwendig wie die Eindämmung des Klimawandels. In einem neuen 12-teiligen Faltblatt beschreibt der Landschaftspflegeverband die derzeitige Situation im Westerzgebirge und informeirt darüber, was getan wird und getan werden kann, um die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in der Region zu bewahren und wie jeder von uns einen Beitrag dazu leisten kann.
Außerdem gibt es noch ein neues Faltblatt, in dem der Verband in Kurzform seine Ziele und wichtigsten Tätigkeitsfelder vorstellt.

Faltblatt

Wenn Sie Interesse an den Faltblättern haben oder mehr über die Projekte des Landschaftspflegeverbandes erfahren möchten, kontaktieren Sie uns einfach:
Dr. Luise Eichhorn, Tel. 03772 24879; Mail: luise.eichhorn@lpvwesterzgebirge.de
Hier noch einige Veranstaltungstermine:

Veranstaltungen

24. Öko- und Streuobstmarkt auf dem Schneeberger Markt phantastisch besucht

Ökomarkt

Foto: Matthias Scheffler

Am Samstag, den 13.10.2018, fand bei herrlichem Sonnenschein der 24. Westerzgebirgische Öko- und Streuobstmarkt auf dem Marktplatz von Schneeberg statt und der Besucherstrom wollte nicht abreißen. Gäste und Händler konnten es sich nicht besser wünschen. Am Stand des Landschaftspflegeverbandes waren die neuen Faltblatter zur biologischen Vielfalt und zum Verband sowie viele weitere Informationsbroschüren erhältlich. Beim Pomologen Kai Geringswald riss die Besucherschlange nicht ab und der Schmetterlingsexperte Dietmar Höfer aus Schönheide konnte vor lauter Anfragen am Ende der Veranstaltung kaum noch reden. Fazit: Ein voller Erfolg.

Ökomarkt

Foto: Matthias Scheffler

Wissenswertes zum tierfreundlichen Garten im Winter

Laub im Garten

Foto: Matthias Scheffler

Tiere können nicht wie wir die kalte Jahreszeit in geheizten Wohnungen verbringen. Aber wir können durchaus ihre Wohnungsnot lindern und im eigenen Garten einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sie ein geeignetes Winterquartier finden. Dazu gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, von denen wir nur einige kurz andeuten wollen:
- Das Laub der Bäume wird oft nur dann mit Wohlwollen gesehen, solange es an den Bäumen hängt. Besonders im Herbst sorgt es für beeindruckend bunte Bilder, die wohl fast jeder gern betrachtet. Die Freude endet oft abrupt, sobald es sich am Boden aufhält und aus der bunten Augenweide Arbeit und "Abfall" wird. Man kann sich viel Mühe ersparen und tut zudem noch ein gutes Werk, wenn man zumindest einen Teil des Laubes zum Schutz der Pflanzendecke auf Beeten verteilt, unter Bäumen und Sträuchern liegen lässt und außerdem einige Laubhäufen zusammenrecht, mit denen zum Beispiel der Igel oder Insekten einiges anzufangen wissen.
- Auch der Beschnitt von Bäumen und Sträuchern muss nicht unbedingt in Rauch aufgehen. Ein Totholzhaufen in einer versteckten Ecke hilft so manchem tierischen Mitbewohner aus der Patsche, zum Beispiel Insekten, Kröten und natürlich dem Igel, der in unserer Landschaft leider schon zur Rarität geworden ist.
- Viele Insekten verbringen den Winter in irgendwelchen Hohlräumen, zum Beispiel in abgestorbenen Pflanzenstängeln. Orte also, die sich in der freien Landschaft kaum noch finden lassen. Eine nicht gemähte Altgrasecke kann hier willkommenen Ersatz bieten. Auch das Zurückschneiden von Stauden und Sträuchern erst im Frühjahr kann helfen.
- Die Winterfütterung der Vögel ist schon bei vielen ein beliebtes Hobby und eine geradezu ideale Möglichkeit, unsere Kinder mit der faszinierenden Welt der Tiere in „Berührung“ zu bringen. Sie wird aber auch immer mehr zu einer notwendigen Hilfe für einige unserer heimischen Vögel. Darauf werden wir demnächst noch näher eingehen.

Eine kleine Belohnung für Ihre Hilfe erwartet Sie dann im nächsten Frühjahr: Das Erwachsen der Tier- und Pflanzenwelt aus dem „Winterschlaf“ direkt vor Ihrer Haustür.   

Links zum tierfreunlichen Garten im Winter

Vielleicht möchten Sie noch mehr wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informieren können:

- Laub liegenlassen/ Laubhäufen anlegen »

- Totholzhaufen als Lebenshilfe »

- So überwintern Insekten »

- Quartiere für Igel & Co. im Garten »

- Vogelfütterung im Winter »

Igel

Feinschmecker Igel, Foto: Jan Gläßer (naturfotoerzgebirge.de)

Insekten und Vögel brauchen Hilfe

Die Meldungen und Berichte über den besorgniserregenden Rückgang der Insekten und Vögel machen Angst und niemand kann uns wirklich sagen, welche Auswirkungen es am Ende haben wird, wenn sich die Entwicklungen weiter so fortsetzen. Es ist 2 vor 12 und höchste Zeit zu handeln. Dabei ist natürlich die Politik gefragt, aber auch auf regionaler und lokaler Ebene gibt es durchaus Möglichkeiten, etwas für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt zu tun und das auch kurzfristig.
Deshalb haben der Landschaftspflegeverband Westerzgebirge und der Kreisverband Aue-Schwarzenberg des Naturschutzbundes (NABU) über die Presse Landwirte, Kommunen. Bauhöfe und Straßenmeistereien, Schulen, Kindergärten, aber auch alle Bürger gebeten. etwas zum Erhalt unserer Insekten und Vögel zu tun.

Straßenrand B169

Ungemähter Straßenrand an der B169

Landwirte haben zum Beispiel seit diesem Jahr die Möglichkeit, 10 Prozent geeigneter Wiesenflächen als Brache stehen zu lassen, ohne finanzielle Verluste oder Sanktionen befürchten zu müssen. Diese Möglichkeit wurde vom Freistaat extra neu geschaffen, um den Insekten und Vögeln unter die Arme zu greifen. Solche Flächen sollten auch von den Bürgern und Kommunen nicht als unordentliche Wirtschaftsweise betrachtet werden, sondern als wichtigen und notwendigen Beitrag zum Erhalt unserer Insekten und Vögel.  
Aber auch Kommunen, Bauhöfe und Straßenmeistereien, Schulen, Kindergärten usw. können durch eine naturverträglichere Bewirtschaftung, zum Beispiel weniger häufige Mahd, einen Beitrag leisten.
Ebenso können Bürger, die Haus, Garten oder sonstige Flächen haben, schnelle Hilfe anbieten. Durch insektenfreundliche Wiesenpflege, kleine Brachflächen, Nisthilfen, heimische Obst und Laubgehölze und vieles mehr. Man wird überrascht sein, wie schnell Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen und Co. und ihr Nachwuchs die Veränderungen wahrnehmen und nutzen. Es entstehen ganz neue kleine Welten und es macht sehr viel Freude, das zu beobachten. Wir tun nicht nur der Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch uns selbst und unserem Nachwuchs einen großen Gefallen.
Mehr Informationen zum Insekten- und Vogelschutz finden Sie weiter unten.

Warzenbeißer

Warzenbeißer, Foto: Luise Eichhorn

Literaturhinweise

Für die wachsende Zahl der Menschen, die sich für das Schicksal der Pflanzen und Tiere in ihrem Umfeld interessieren, möchten wir zwei Literaturhinweise geben, zum einen zum Thema Schmetterlinge, zum anderen ein Buch über Vögel im Garten:

Literatur Schmetterlinge

Erschreckende Zahlen über den Rückgang der Insekten machen immer wieder die Runde. Der bekannte Biologe und Buchautor Josef H. Reichholf macht uns am Beispiel der Schmetterlinge mit der aktuellen Situation, den Hintergründen und Handlungsmöglichkeiten bekannt. Eine absolut empfehlenswerte und dringend notwendige Veröffentlichung, die uns die Augen öffnen und zum Handeln anregen will und kann.

Josef H. Reichholf, Das Verschwinden der Schmetterling und was dagegen unternommen werden kann, Deutsche Wildtier Stiftung, 70 Seiten, kostenlos, erhältlich über www.DeutscheWildtierStiftung.de

Für diejenigen, die sich allgemein für die aktuell im Naturschutz recht kontrovers diskutierten Themenfelder Naturschutz, Artenschutz, Landschaftsschutz und Kliimaschutz interessieren, seinen drei weitere Veröffentlichungen empfohlen:
Naturschutz neu denken und gestalten, Expertenforum der Deutschen Wildtier Stiftung 2015
Naturschutz in der Milieu-Falle, Expertenforum der Deutschen Wildtier Stiftung 2016
Rettet die Wiesen - Landwirtschaft & Artenvielfalt, Expertenforum der Deutschen Wildtier Stiftung 2017
kostenlos erhältlich über www.DeutscheWildtierStiftung.de

Literatur Vögel

Über 50 Vogelarten, die man im Garten beobachten kann, werden auf sehr anschauliche und kurzweilige Art vorgestellt. Man erfährt viel Interessantes über deren Leben und sieht sie nach der Lektüre mit erweitertem Blick und noch mehr Sympathie. Neben den Artportraits gibt es viele praktische Hinweise, wie man den Vögeln vor der Haustür unter die Arme greifen kann, mit Nisthilfen, Vogelfütterungen, vogelfreundlichen Gärten usw. Das Buch glänzt aber nicht nur durch eine Fülle von Informationen und Hinweisen, sondern wird durch die vielen hübschen Illustrationen zu einem echten Hingucker. Zu einem fairen Preis erhält man ein tolles Buch, dass man mit Sicherheit häufig zur Hand nimmt:

Uwe Westphal, Christopher Schmidt: Das große Buch der Gartenvögel. Unsere Vögel im Garten erleben, fördern, schützen. pala-verlag, 288 Seiten, 29,90 €

Ausstellung "Vögel vor der Haustür" kann weiterhin besucht werden

Die Ausslellung "Vögel vor der Haustür" kann von Mitte Mai bis Jahresende 2018 weiter kostenlos gebucht werden. Siehe folgendes Umweltbildungsangebot:

Einladung Ausstellung Lindenau

Vogelausstellung

Star

LPV und NABU wollen Insekten und Vögeln helfen

Langhornbiene

Langhornbiene, Foto:Olaf Wolfram, Schwarzenberg

In den letzten Monaten sind dramatische Zahlen über den Rückgang der Vögel und Insekten in Deutschland durch die Medien bekannt geworden, die viele Menschen erschreckt und verunsichert haben. Obwohl man es sicherlich irgendwie ahnen konnte, wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die Landschaft geht, ist das Ausmaß des Rückgangs doch überraschend hoch und macht deutlich, dass es höchste Zeit ist zu handeln.
Deshalb haben der Landschaftspflegeverband Westerzgebirge e.V. und der Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. des NABU ein Gemeinschaftsprojekt zum Schutz unserer heimischen Insekten- und Vogelwelt initiiert, um in unserer Region einem weiteren Rückgang entgegenzuwirken. Dies soll in den unterschiedlichsten Bereichen erfolgen: in der Landwirtschaft, an Straßen- und Wegrändern, in den Kommunen, aber auch im privaten Bereich, an Häusern und in den Gärten usw. Dazu sind Partner und Mitstreiter gefragt, die sich an den Bemühungen beteiligen wollen.
Kontakt:
Luise Eichhorn, Tel. 03772 24879; Mail: luise.eichhorn@lpvwesterzgebirge.de

Wir werden laufend über Aktivitäten und Planungen im Rahmen des Projektes berichten.
Über die schon begonnene Maßnahmen können Sie sich weiter unten informieren.
Wie Sie im eigenen Umfeld den Insekten und Vögeln helfen können, erfahren Sie hier:

Blaumeise

Blaumeise, Foto: Jan Gläßer (naturfotoerzgebirge.de)

Wissenswertes zum insektenfreundlichen Garten

Die Bedingungen für Tiere und Pflanzen in der Feldflur werden immer schlechter und es kann nicht wirklich überraschen, dass man immer seltener Biene, Schmetterling und Co. zu Gesicht bekommt. Wie Sie im eigenen Garten versuchen können, dass das wieder öfter passiert, dazu haben wir einige Möglichkeiten aufgesführt. Wenn Sie Näheres wissen wollen, rufen Sie doch bei uns an.

Insekten

Links zum insektenfreunlichen Garten

Vielleicht möchten Sie mehr über Insektenschutz im Garten wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informiern können:

- Mit diesen Pflanzen hilft man Insekten »

- Steinhaufen oder Trockenmauer anlegen »

- Nisthilfen für Insekten »

Wissenswertes zum vogelfreundlichen Garten

Wenn sie sich gerne an solchen Bildern wie oben und unten erfreuen oder Ihren Kindern oder Enkeln etwas Gutes tun wollen, dann helfen Sie doch unseren gefiederten Freunden. Wie das ganz einfach im eigenen Garten gelingt, dazu haben wir Ihnen einige Möglichkeiten aufgeschrieben. Wenn Sie Näheres wissen wollen, rufen Sie doch bei uns an.

Vögel im Garten

Links zum vogelfreunlichen Garten

Vielleicht möchten Sie mehr über Vogelschutz im Garten wissen?
Dazu haben wir einige Links zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie sich zu den verschiedenen Themen ausgiebig informiern können:

- Anlegen von Sträuchern und Hecken »

- Anlegen sicherer Vogeltränken »

- Aufhängen von Nistkästen »

Hilfsmaßnahmen für Braunkehlchen und Wiesenpieper

Steinberg bei Zschorlau

Sitzwartenfeld an einer Nassfläche, Foto: Matthias Scheffler

Durch den Landschaftspflegeverband und den NABU Aue-Schwarzenberg wurde an verschiedenen Stellen im Westerzgebirge – beispielsweise in Breitenbrunn, Carlsfeld, Johanngeorgenstadt, Sosa und Zschorlau – mit Hilsmaßnahmen für die in der Region stark bedrohten Wiesenbrüter Braunkehlchen und Wiesenpieper begonnen. Dazu wurden in geeigneten Flächen Sitzwartenfelder mit Bambusstäben ausgebracht. Erfahrungen aus den letzten Jahren in verschiedenen Regionen zeigen, dass sich diese sogenannte „Überreizmethode“ positiv auf die Ansiedlung von Wiesenbrütern auswirken kann.

Nistkastenaktion toller Erfolg

Star am Nistkasten

Star zeigt Wohnungsbedarf, Foto: Matthias Scheffler

Beim Landschaftspflegeverband Westerzgebirge und beim NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg freut man sich über die tolle Reaktion, die der Star, der Vogel des Jahres 2018, infolge der Aufhängung von Nistkästen an den Tag legt: Für einen großen Teil der zur Verfügung gestellten Wohnungen herrscht reges Interesse. Sozialer Wohnungsbau in der Vogelwelt ist also relativ unkompliziert. Und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Vom Rückgang der Feld- und Wiesenvögel

Rebhuhn

Rebhuhn, Foto: Jan Gläßer (naturfotoerzgebirge.de)

Das Rebhuhn, ein einstiger Allerweltsvogel,  ist aus dem Westerzgebirge seit 2002 verschwunden, mittlerweile sogar aus dem gesamten Erzgebirge, in ganz Sachsen steht es kurz vor dem Aussterben. Bekassine, Braunkehlchen und Wiesenpieper, um nur einige besonders schwere Fälle zu nennen, gehen ebenfalls dramatisch zurück. Was der Landschaftspflegeverband im Westerzgebirge gegen den Rückgang dieser Arten konkret tun will, berichten wir demnächst.
Zu dieser Thematik möchten wir auf ein sehr hörenswertes Feature des Mitteldeutschen Rundfunks mit dem Titel „Verstummter Frühling. Vom Aussterben der Wiesenvögel“ hinweisen, das kürzlich erschienen ist. Autorin ist Heidi Mühlenberg. Dort werden Sie auf eine sehr beeindruckende und informative Art und Weise mit der bedrückenden Situation auf unseren Wiesen und Feldern vertraut gemacht. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Anbei der Link zu MDR-Kultur:

Zum Feature "Verstummter Frühling. Vom Aussterben der Wiesenvögel »

Starenkästen für Schulen und Kindergärten

Starenkästen

Foto: Matthias Scheffler

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts zum Schutz unserer heimischen Insekten- und Vogelwelt (siehe unten) von Landschaftspflegeverband Westerzgebirge und NABU-Kreisverband Aue-Schwarzenberg wurden der Grundschule Affalter zwei Starenkästen zur Verfügung gestellt, die von Andreas Bochmann von der Naturherberge Affalter im Schulgelände aufgehängt wurden. Vor allem die Kinder sind nun gespannt, ob sich der Vogel des Jahres 2018 bei ihnen einquartieren und für Nachwuchs sorgen wird.

Auch dem Evangelischen Kindergarten "Regenbogen" in Johanngeorgenstadt wurde von Frau Eichhorn vom Landschaftspflegeverband ein Starenkasten übergeben, der einen geeigneten Platz im Gelände der Einrichtung bekommen soll.

Kita Johanngeorgenstadt

Foto: Luise Eichhorn

Hilfe für die Haselmaus

Haselmaus

Haselmaus, Foto: Jan Gläßer (naturfotoerzgebirge.de)

Nicht nur Vögeln und Insekten will der Landschaftspflegeverband Westerzgebirge helfen, auch kleine Säugetiere sollen von den Bemühungen des Verbandes zum Schutz seltener Tiere profitieren. Von diesen kleinen, besonders niedlichen Nagetieren aus der Familie der Bilche waren auch die 23 Schüler der Grundschule Stützengrün sofort begeistert. Eine Vielzahl von Haselmausröhren wurde gebastelt.

Grundschule Stützengrün

Foto: Luise Eichhorn

Die Röhren, bestehend aus einem Tetrapack und einem Holzboden, wurden in verschiedenen Hecken im Westerzgebirge aausgebracht und dienen zur Einschätzung des Bestandes der Haselmaus in der Region. Damit soll die Basis für ein zukünftiges Biotopverbundprojekt zwischen Zwickauer Land, Vogtland und Erzgebirge geschaffen werden. Der für die Röhren verwendete Baukastensatz wurde durch die Euregio Wirtschaftsservice GmbH in Stollberg zur Verfügung gestellt.

Haselmausröhren

Foto: Luise Eichhorn

Obstbaumschnittseminar in Schneeberg

Obstbaumschnitt

Foto: Maria Gwizdziel

Am Sonnabend, den 24.03.2018, fand in Schneeberg ein vom Landschaftspflegeverband Westerzgebirge organisiertes Obstbaumschnittseminar statt. Andreas Bochmann vom NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg erklärte reichlich einem Dutzend Gästen auf der Streuobstwiese am Keilberg, wie hochstämmige Obstbäume fachgerecht beschnitten werden und wie man Obstbäume veredelt.

Informationsveranstaltung zum Wiesenbrüterschutz in Carlsfeld

Carlsfeld

Foto: Maria Gwizdziel

Die Veranstaltung wurde organisiert und moderiert durch den Landschaftspflegeverband Westerzgebirge e.V. (LPV) und fand am 27.02.2018 um 18 Uhr im Grünen Baum in Carlsfeld statt. Nach einer Begrüßung durch Herrn Scheffler, Mitarbeiter des LPV, wurde den Gästen einführend in die Thematik ein Filmzusammenschnitt aus dem Film „Augenweide“ vom Naturfilmer Andreas Winkler gezeigt. Anschließend folgte ein Vortrag von Frau Scheinpflug, Wiesenbrütermanagerin vom Landratsamt Erzgebirgskreis, worin auf den dramatischen Artenrückgang der Wiesenbrüter (insbesondere Braunkehlchen und Wiesenpieper) im Erzgebirge hingewiesen wurde. Auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen stellte sie heraus, dass Carlsfeld das einzige nennenswerte Vorkommen von Wiesenbrütern im Westerzgebirge darstellt und deshalb sehr bedeutend ist. Infolgedessen und auch aufgrund der Lage Carlsfelds im Vogelschutzgebiet Westerzgebirge und im FFH-Gebiet Erzgebirgskamm am Großen Kranichsee stellte Frau Eichhorn, Geschäftsführerin des LPV Westerzgebirge e.V., das Tourismuskonzept eines möglichen Vogellehrpfads auf der nördlichen Hangseite (Sonnenhang) in Carlsfeld vor.
In der anschließenden Diskussion wurde auf Problemfelder, die sich in der Bewirtschaftung der Flächen herausgestellt haben, hingewiesen. Ergebnis der sehr konstruktiven Unterhaltung war die Befürwortung des Vogellehrpfads durch die Anwesenden mit Beantragung durch den LPV. Bezüglich der Bewirtschaftung einigten sich die beteiligten Akteure aus Kommune, Naturschutz, Bewirtschaftern und Eigentümern auf die gemeinsame Erstellung eines Bewirtschaftungskonzepts im Interesse der Wiesenvögel und des Ortes Carlsfeld durch eine Arbeitsgruppe unter Federführung des LPV Westerzgebirge e.V..

Braunkehlchen

Braunkehlchen, Foto: Luise Eichhorn

Broschüren erhältlich

Im Rahmen des Projektes "Natur(a) erfahren im Erzgebirge" sind zwei Broschüren des Landschaftspflegeverbandes entstanden. Zum einen die Broschüre im Format A5 „Natur(a) erfahren im Erzgebirge. Vielfalt, Eigenart und Schönheit einer Landschaft im Wandel der Zeit", die sich mit Natur und Landschaft des Erzgebirges, deren Geschichte und den Bemühungen zu ihrem Schutz beschäftigt. Zum anderen der Wanderführer im Format 13x19 „Der Natur(a)-Erlebnisweg Westerzgebirge. Der Natur auf der Spur - Ein kleiner Wander(ver)führer", der den vom Landschaftspflegeverband konzipierten Natur(a)-Erlebnisweg durch das westliche Erzgebirge vorstellt, einen Rundweg durch das westliche Erzgebirge in 15 Etappen, dem noch 15 Themenwege angegliedert sind.

Bieide Broschüren haben 208 Seiten und sind zu einem Preis von 5,- € beim Landschaftspflegeverband Westerzgebirge (auch über Versand) erhältlich.
Einen inhaltlichen Einblick in die Broschüre "Natur(a) erfahren im Erzgebirge" erhalten Sie unter der Rubrik Natur(a) im Erzgebirge », in den Wanderführer unter den Rubriken Natur(a)-Erlebnisweg » und Themenwege ».